Umschlagplatz für bis zu 100 000 Tonnen Baustoffe vorgesehen

Gemeinderat unterstützt Wiechert-Pläne

Den Acker östlich der Lohauser Straße in Rehden möchte die Firma Wiechert in einen Lager- und Umschlagplatz für Baustoffe verwandeln.
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Den Acker östlich der Lohauser Straße in Rehden möchte die Firma Wiechert in einen Lager- und Umschlagplatz für Baustoffe verwandeln.

Rehden – Das Hemloher Familienunternehmen Wiechert hat bei seinen Plänen für einen Lager- und Umschlagplatz für Baustoffe in Rehden die Unterstützung des Gemeinderats. Einstimmig brachten die Mitglieder am Mittwochabend die Aufstellung des für die Umsetzung erforderlichen Bebauungsplans „Gewerbegebiet Lohauser Straße“ auf den Weg.

Wiechert möchte auf dem etwa drei Hektar großen Areal zwischen Bundesstraße und Bahngleis Mineralgemische sowie diverse Kieskörnungen zur Versorgung heimischer Bauunternehmen zwischenlagern. Zum Teil sollen die Baustoffe auch durch Zuschlagstoffe veredelt werden. Das Vermengen erfolge nicht mit Mischmaschinen, sondern mithilfe von Radladern oder Transportbändern, erläuterte Gemeindedirektor Hartmut Bloch auf Nachfrage von Edith Siebel (SPD). Umweltgefährdende Materialien würden nicht verarbeitet.

100.000 Tonnen pro Jahr

Der Gleisanschluss ist wesentlich, da die Baustoffe per Schiene angeliefert und direkt am Lagerplatz entladen werden sollen. Die Größenordnung soll sich auf etwa 100 000 Tonnen pro Jahr belaufen. Das entspreche etwa 4000 Lkw-Ladungen, erklärte Bloch. Die konkrete Menge sei abhängig von der Entwicklung der Bauwirtschaft. Die Auslieferung an die Baufirmen erfolgt per Lkw über die Lohauser Straße zur Bundesstraße.

Für die Zwischenlagerung einiger Baustoffe sollen laut Bloch Hallen in einer Größenordnung von rund 2500 Tonnen errichtet werden. Außerdem sei eine Sprinkleranlage vorgesehen, um Staubflug zu vermeiden. Das sei sowohl im Hinblick auf die Bundesstraße als auch auf die benachbarten Anwohner erforderlich.

Der Baumbestand im südöstlichen Bereich direkt an der Bundesstraße ist nicht Teil des Bebauungsplans und bleibt erhalten, gleiches gilt für die Bäume im hinteren Bereich, wie Bloch auf Nachfrage von Siebel erläuterte.

Schalltechnische Beurteilung erforderlich

Die Sorgen einer Anwohnerin hinsichtlich möglicher Lärmbelästigungen versuchte ihr der Gemeindedirektor zu nehmen, indem er die weiteren Schritte im Bauleitverfahren beschrieb, die unter anderem die Erstellung eines Umweltschutzgutachtens und die Beteiligung der Öffentlichkeit umfassen. Auch eine schalltechnische Beurteilung werde erstellt, in der die Vorbelastungen durch Bundesstraße und umliegende Betriebe sowie der Schutzanspruch von Anwohnern berücksichtigt würden. Die ermittelten zulässigen Dezibel-Werte werden dann in den textlichen Festsetzungen des Bebauungsplans verankert, der die Grundlage für eine spätere Genehmigung des Umschlagsplatzes bildet.

„Man kann nicht auf alles Rücksicht nehmen“, stellte Bloch klar. Dann gäbe es keine Bauleitverfahren, weil immer jemand etwas dagegen habe. Er machte aber zugleich deutlich, dass das Ziel des Verfahrens ein Kompromis ist, mit dem alle Beteiligten leben können. Wer Bedenken habe, könne diese im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung mitteilen und sich das Ergebnis der Abwägung bei der anschließenden Offenlegung im Rathaus anschauen.

Sowohl Bernhard Lanz (WGR) als auch Siebel äußerten sich positiv zu den Wiechert-Plänen. Es sei gut, dass der Schwerlastverkehr auf die Schiene verlegt werde, sagte Lanz. Siebel begrüßte, dass die Bürger im Planungsverfahren mitgenommen und nicht übergangen werden.

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