Rat der Gemeinde Rehden beschließt Bebauungsplan „Schulstraße II“

Mehr Platz für Familien

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Die Planzeichnung des Baugebiets „Schulstraße II“ in Rehden. Durch die winklige Anordnung der Straßen (gelb) soll eine Verkehrsberuhigung erreicht werden. Grafik: IPW

Rehden - „Rehden ist eine beliebte Zuzugsgemeinde“ – mit diesen Worten beschrieb Gemeindedirektor Hartmut Bloch bereits in der Sitzung des Bau-, Wege-, Gewässer- und Umweltausschusses am Dienstag die Attraktivität der Ortschaft (wir berichteten).

Am Mittwochabend war nun der Rat der Gemeinde am Zug, neuen Wohnraum für mögliche Neubürger zu genehmigen. Das Gremium beschloss bei einer Gegenstimme, den Bebauungsplan Nr. 19 mit der Bezeichnung „Schulstraße II“, aufzustellen. Im Rahmen dieser Maßnahme wird es auch eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung sowie eine Beteiligung der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange geben. Bloch zeigte sich diesbezüglich zuversichtlich: „Wenn alles gut läuft, erreichen wir die Planreife im Frühjahr oder im Sommer des kommenden Jahres. Es ist eine schöne Sache, dass man in Rehden Bauleitplanung betreiben kann.“

Den Bedarf an Baugrundstücken unterstrich der Gemeindedirektor mit Zahlen. Bereits auf dem Areal „Schulstraße I“ seien nur noch „ein oder zwei Grundstücke frei verfügbar“. Für die 35 Baugrundstücke, die im Rahmen der Maßnahme „Schulstraße II“ entstünden, gebe es bereits jetzt 22 Anfragen. Dies sei auch ein Grund, warum die Gemeinde weitere 2,15 Hektar am westlichen Rand des Gebiets gekauft habe. Wer im Gebiet „Schulstraße II“ bauen möchte, kann dies laut Verwaltung ein- oder zweigeschossig tun. Im südlichen Teil des Areals ist auf sechs Grundstücken eine eingeschossige Bebauung vorgeschrieben. Ratsmitglied Heino Mackenstedt bezeichnete die Tatsache, dass relativ frei gebaut werden könne als einen großen Vorteil der Samtgemeinde im Vergleich zu anderen Kommunen.

„Zentrumsnähe

ist gegeben“

Dieter Koch vom Bürgerforum zeigte sich vom neuen Baugebiet nicht begeistert. Es sei zu weit vom Zentrum entfernt, das charakteristische Bild der Ortschaft – Einzelhöfe mit parkähnlichen Anlagen – werde zudem nach und nach zerstört.

„Zentrumsnähe ist gegeben“, hielt Hartmut Bloch ihm entgegen. Gerade für Familien mit Kindern sei die Nähe zum Grundschulstandort und zur Oberschule wichtig. Dass Kinder auf dem Schulweg die Bundesstraße 214 nicht überqueren müssten, sei ein großer Pluspunkt für das Wohngebiet.

Die winklige Anordnung der Straßen im Wohngebiet biete zudem weitere Sicherheit für Kinder. Auf diese Weise solle der Verkehr beruhigt werden.

mj

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