Rat der Gemeinde Barver tagt im „Schusterkrug“

Bessere Verkehrszeichen und gute Haushaltslage

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Immer wieder kommt es auf dem engen Siebenhäuser Weg in Barver zu Wendemanövern ortsfremder Autofahrer auf privaten Grundstücken. Eine bessere Beschilderung soll bald Abhilfe schaffen.

Barver - Von Marcel Jendrusch. Eine erweiterte Beleuchtung auf dem Siebenhäuser Weg in Barver – das ist der Wunsch von Anwohnern, um Wendemanöver ortsfremder Autofahrer auf privaten Grundstücken zu vermeiden. Zusätzliches Licht wird es vor-erst nicht geben, dafür neue Schilder. So beschloss es der Rat der Gemeinde Barver am Mittwochabend während seiner Sitzung im Gasthaus „Schusterkrug“.

Mit einer zusätzlichen Leuchte sollte nach dem Willen der Antragsteller ein bislang unbeleuchteter Wendeplatz auf besagtem Weg erhellt werden. Die Wendemöglichkeit sei auch am Tage eigentlich nicht als solche zu erkennen, so die Meinung der Ratsmitglieder. Die Problematik bestünde also 24 Stunden lang, eine Straßenlaterne, die immerhin 1600 Euro kosten würde, sei keine adäquate Lösung des Problems.

Stattdessen wird nun die Beschilderung verbessert. Das bisherige Sackgasse-Schild soll durch ein neues, fluoreszierendes Verkehrszeichen ersetzt werden. Auch ein Tonnagebegrenzungs-Schild – 3,5 Tonnen – verbunden mit dem Hinweis, dass es keine Wendemöglichkeit gibt, soll aufgestellt werden. Die Schilder sollen auf Sichthöhe platziert werden.

Auch der Haushalt der Gemeinde Barver stand im „Schusterkrug“ auf der Tagesordnung. Gemeindedirektor Hartmut Bloch überbrachte gute Neuigkeiten. Die Gemeinde ist schuldenfrei, eine Erhöhung der Realsteuerhebesätze ist nicht vorgesehen. Die Überschuss-Rücklage liegt zum Ende des Monats bei etwa 143000 Euro. Auch die Liquidität ist mit circa 610000 Euro ausgezeichnet. In den Haushalt ist Kreditermächtigung von 365000 Euro eingeplant.

Die finanziellen Rahmenbedingungen bezeichnete Bloch als gut – und dass, obwohl in den vergangenen Jahren große Maßnahmen auf dem Programm gestanden hatten. Hier nannte Bloch das Neubaugebiet, die noch laufende „Flurbereinigung Nord“ sowie die Sanierung der Mehrzweckhalle.

Als negativen Punkt nannte der Gemeindedirektor das Defizit im Ergebnishaushalt. Dieses beträgt 12900 Euro. Durch die hohe Überschuss-Rücklage ist die Finanzierung laut Bloch jedoch kein Problem. Er machte jedoch auch deutlich, dass das Defizit ohne die gesplittete Samtgemeinde-Umlage bei etwa 43000 Euro läge.

Die Gemeinde Barver plant 2016 mit Grundstücks-Einnahmen von insgesamt 18000 Euro (Verkaufserlöse und Erschließungsbeiträge). Für die Sanierung der Mehrzweckhalle wurde ein Zuschuss in Höhe von 335000 Euro beantragt. Ob dieser gewährt werde, entscheide sich im Januar, sagte Hartmut Bloch. „Wir haben jedoch alle unsere Hausaufgaben gemacht und denken da positiv“, führte er weiter aus.

Die Gesamtausgaben werden 2016 bei 848200 Euro liegen. Größter Posten ist die Sanierung der Mehrzweckhalle. Hier sind 800000 Euro eingeplant. Die Kosten für Straßen, Straßenbeleuchtung und den Bauhof liegen zusammen bei 7500 Euro. Für die Flurbereinigung werden Zuschüsse in Höhe von 38700 Euro gezahlt. Die Spielplätze der Gemeinde werden für 2000 Euro ausgestattet.

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