„Flüchtlingshilfe in der Samtgemeinde Rehden“ nimmt Arbeit auf

„Herausforderung ist hoch“

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Der „Flüchtlingshilfe in der Samtgemeinde Rehden“ gehören an (sitzend von links): Andreas Schnichels, Udo Klocke, Hilmar Busse, Dirk Beckers und Peter Scharfscheer. Dahinter von links Annette Korte, Karina Luersen, Carola Lange, Margret Werner und Dieter Koch. Weitere Unterstützer sind willkommen.

Rehden - Zurzeit vergeht kein Tag, an dem nicht Tausende Asylsuchende in Deutschland eintreffen. Von der Bundesebene ausgehend werden sie über die Länder und Kreise auf die Kommunen verteilt. „Diese müssen alles organisieren, auch wir in Rehden“, betonte Andreas Schnichels, Leiter des Fachdienstes Bürgerdienste der Samtgemeinde Rehden, in einer Zusammenkunft der „Flüchtlingshilfe in der Samtgemeinde Rehden“.

Diese traf sich zu ihrer zweiten Arbeitssitzung im Rathaus in Rehden. Ihm gehören unter anderen an Peter Scharfscheer, Dirk Beckers, Margret Werner, Annette Korte, Carola Lange, Karina Luersen, Udo Klocke, Hilmar Busse und Dieter Koch, die über Lösungen diskutierten, wie den Flüchtlingen am besten geholfen werden kann.

„Ich sage allen danke für die Unterstützung“, unterstrich Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch zu Beginn der Zusammenkunft. Die Probleme seien mit normalen Mechanismen nicht zu lösen, es müssten Schwerpunkte in der Arbeit gesetzt werden. „Die Herausforderung für die Gesellschaft ist hoch“, meinte Bloch. Derzeit lebten in der Samtgemeinde 48 Asylbewerber, die dezentral untergebracht seien. Letzteres habe sich bewährt. Bis Januar 2016 erwarte er ein zusätzliches Kontingent von 40 Personen. Für diese würden zurzeit zwei neue Häuser erstellt, ein weiteres Objekt sei erworben worden und werde entsprechend umgebaut. Die Samtgemeinde werde sich um weitere Wohnungen kümmern, da es bezüglich der Zuweisung von Flüchtlingen kaum noch Vorlaufzeiten gebe.

Er dankte in diesem Zusammenhang den „engagierten Mitarbeitern in der Verwaltung, die über das normale Maß hinaus im Einsatz sind“. Erfreut zeigte er sich darüber, „dass in unserem ländlichen Raum einiges über die ehrenamtliche Arbeit geregelt werden kann. Ich würde mir wünschen, dass der Gesetzgeber mehr macht“, schob Bloch nach. „Das Thema Flüchtlinge wird uns enorm fordern“, ergänzte er und erinnerte zum Beispiel an die Bereiche Kindertagesstätte und Einschulung.

Andreas Schnichels machte deutlich, dass für jeden Flüchtlingshelfer Versicherungsschutz bestehe. „Aber wenn ein neuer Helfer eingespannt wird, dann bitte ein Signal an die Gemeinde geben, dass dieser namentlich bekannt ist“, riet Schnichels. Bei jedem, der helfen wolle, sollte seiner Meinung eine Eigeneinschätzung gegeben sein: Was kann ich wann, wie, wo leisten?

„Jeder sollte dabei auch ehrlich sein sich und anderen gegenüber“, warf Hilmar Busse ein. „Was man geben kann gibt man, was nicht ist, ist nicht“, ergänzte er. „Wichtig ist auch, dass die Flüchtlinge feste Ansprechpartner haben“, sprach Busse aus Erfahrung. Dadurch werde Vertrauen aufgebaut, die Arbeit werde erleichtert.

Wer in der Asylhilfe tätig werden will, erhält von der Samtgemeinde einen entsprechenden Ausweis, damit er mit den Hilfesuchenden auch Behördengänge erledigen kann. Wer sich gar zum Asylhelfer ausbilden lassen möchte, sollte sich an Andreas Schnichels wenden, Telefon 05446/20922. Er wird die Interessenten an den Kreis weitervermitteln, der die Schulungen anbietet. Schnichels ist auch Ansprechpartner für jene, die Wohnraum zur Verfügung stellen möchten.

Seit der Zusammenkunft hat der Arbeitskreis einen „Kopf“, bei dem die Fäden zusammenlaufen sollen. Carola Lange hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Sie ist auch Ansprechpartnerin für Kleiderspenden unter Telefon 05446/902300 oder 0151/70036996, oder c.a.lange@t-online.de.

Wer Möbel oder andere Gegenstände abgeben möchte, wende sich an Dirk Beckers, Telefon 05445/9868770 oder unter dirkbeckers@web.de. Um Belange des Sports, sprich Kontakt zu entsprechenden Vereinen, will sich Dieter Koch kümmern.

Um den Austausch in der Gruppe, die sich nach eigener Aussage noch in der Findungsphase befindet, zu intensivieren, soll es regelmäßige Treffen geben. Das nächste wurde auf Donnerstag, 17. September, 18 Uhr, im Rathaus in Rehden terminiert.

hwb

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