Gleisanschluss soll Schwerlastverkehr reduzieren / Circa 100 000 Tonnen pro Jahr

Firma Wiechert plant Umschlagplatz für Baustoffe

Fläche mit Gleisanschluss: Auf einem Acker an der Lohauser Straße in Rehden möchte die Firma Wiechert einen Lager- und Umschlagplatz für Baustoffe errichten.
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Fläche mit Gleisanschluss: Auf einem Acker an der Lohauser Straße in Rehden möchte die Firma Wiechert einen Lager- und Umschlagplatz für Baustoffe errichten.
  • Melanie Russ
    vonMelanie Russ
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Rehden – Die Sandabbaufirma Wiechert in Hemsloh möchte einen neuen Betriebszweig errichten und auf einer etwa drei Hektar großen Fläche nördlich der Bundesstraße 214 und östlich der Lohauser Straße in Rehden einen Lager- und Umschlagplatz für Baustoffe einrichten. Weil der Bereich aktuell als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist, ist eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Der Planungs-, Bau-, Straßen- und Umweltausschuss der Gemeinde Rehden stimmte dem Vorhaben am Mittwochabend einmütig zu.

Wesentlich war bei der Standortwahl ein Gleisanschluss, denn die Baustoffe, die in der Region nicht vorkommen, sollen künftig per Bahn angeliefert und direkt am Lagerplatz entladen und zwischengelagert werden. Das sei kostengünstiger und reduziere die Belastung durch Schwerlastverkehr im Vergleich zur derzeitigen Anlieferung per Lkw, erläuterte Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch. Über die Nutzung der Bahnstrecke und einen Haltepunkt habe Wiechert bereits mit der Deutschen Bahn gesprochen.

Die Materialien sollen dort nicht nur gelagert, sondern teilweise auch durch Zuschlagstoffe veredelt werden. Zur Versorgung der heimischen Baufirmen sowie für die Hersteller von Betonerzeugnissen ist geplant, Mineralgemische aus Naturstein sowie diverse Kieskörnungen zwischenzulagern. Sämtliche Baustoffe sind laut Verwaltung nicht umweltgefährdend.

Die Jahresumschlagmenge ist laut Bloch variabel, werde sich aber auf circa 100 000 Tonnen pro Jahr belaufen. Das entspreche etwa 4 000 Lkw-Ladungen. Die Auslieferung soll über die Lohauser Straße in Richtung B 214 erfolgen.

Neben der Anlieferung eigener Materialien ist außerdem geplant, für den benachbarten Landhandel Dünger und Futtermittel abzuladen.

Geschäftsführer Torsten Wiechert sei mit seinem Wunsch vor etwa zweieinhalb Jahren an die Verwaltung herangetreten, berichtete Bloch. Zunächst habe man überlegt, den Bahnhof Rehden/Wetschen als Umschlagplatz zu nutzen. Der Standort war aber aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar. Zum einen wäre es schwierig gewesen, die erforderlichen Grundstücke zu kaufen, zum anderen gebe es dort eine enge Wohnbebauung, so Bloch. Die dortigen Anwohner wären durch die Auslieferung der Baustoffe per Lkw nicht unerheblich belastet worden.

Dirk Wehrbein (SPD) begrüßte in der Sitzung die Verlegung des Materialtransports auf die Schiene und äußerte den Wunsch, einen Streifen entlang der Bundesstraße zu begrünen, wenn der Platz das zulasse.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit soll laut Bloch möglichst zeitnah nach den Sommerferien erfolgen. Am Montag, 20. Juli, beschäftigt sich der Fachausschuss der Gemeinde Rehden ebenfalls mit dem Thema. Dann geht es um die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

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