Neues Rehdener Rathaus

Nur etwas Feinschliff fehlt noch

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Die Außenanlage inklusive Pflasterung und Anpflanzungen soll bis Mai fertiggestellt sein.

Es kehrt Leben ein in das neue Rehdener Rathaus - die ersten Mitarbeiter hatten bereits vor drei Wochen die Räume bezogen.

Rehden - Beim ersten Blick in die Lobby fällt kaum auf, dass der letzte Feinschliff im neuen Rehdener Rathaus noch fehlt. Der Raum, den die Besucher künftig durch den Haupteingang an der Schulstraße als erstes betreten, wirkt hell und freundlich und dank der von einem wechselfarbigen Lichtband umrahmten Galerie unheimlich groß. Die provisorischen Zettel an den Bürotüren und die fehlenden Sitzmöbel verraten auf den zweiten Blick, dass hier und da noch etwas zu tun ist.

Während die ersten seiner Kollegen schon vor etwa drei Wochen in das neue Domizil eingezogen sind, befindet sich Ralf Lammers, Leiter des Fachdienstes Zentrale Dienste, am Freitag gerade mitten im Umzug. Trotzdem nimmt er sich etwas Zeit, um das Rathaus auf einem kleinen Rundgang vorzustellen.

Abschluss der Arbeiten bis Ende März

Neben den Möbeln für den Wartebereich in der Lobby und den Korridoren, sowie den Wegweisern, die zu den einzelnen Büros führen, fehlt hier und da noch ein bisschen Ausstattung in den Büros. Lammers ist aber zuversichtlich, dass bis Ende März alles fertig ist.

Trotz kleinerer Baustellen sind die Mitarbeiter von ihren neuen Büros schon durchweg begeistert. Danach befragt, wie sie ihnen gefallen, haben sie sofort ein strahlendes Lächeln im Gesicht. „Es ist sehr, sehr schön geworden“, sagt Marion Bollhorst, die ihr „Reich“ im ersten Obergeschoss im Korridor der Zentralen Dienste hat. Im gegenüberliegenden Flügel ist auch Renate Leukering begeistert. „Ich hatte vorher ein recht kleines Büro. Ich genieße das jetzt richtig.“ Hell und ruhig sei es, waren sich alle einig. Anders als im Altbau haben jetzt alle Mitarbeiter ein eigenes Büro. Nur die Auszubildenden teilen sich den Raum mit einem erfahrenen Kollegen.

Im neuen Vorzimmer von Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch hält Andrea Karbstein bereits alle Fäden in der Hand.

Jeder der vier Fachbereiche ist in einem eigenen Korridor untergebracht. Das verkürzt die Wege und schafft mehr Übersicht für die Bürger. Im Erdgeschoss befinden sich rechts vom künftigen Haupteingang die Bürgerdienste und links das Bauamt – die beiden Fachereiche, die von Bürgern am meisten frequentiert werden. Der Bürgerservice mit dem Einwohnermeldeamt befindet sich direkt gegenüber dem Haupteingang.

Im ersten Obergeschoss sind die weniger publikumsrelevanten Bereiche Finanzen und Zentrale Dienste sowie das Büro von Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch untergebracht. Außerdem gibt es dort einen Konferenzraum, in dem beispielsweise der Verwaltungsausschuss tagt. Die öffentlichen Sitzungen finden weiterhin im großen Sitzungssaal statt, der über einen Korridor direkt mit dem neuen Rathaus verbunden ist.

Die Lobby des neuen Rehdener Rathauses ist mit einer Galerie versehen, die von einem wechselfarbigen Lichtband umrandet ist.

Im zweiten Obergeschoss befindet sich der Sozialtrakt. Dort gibt es unter anderem einen großen Aufenthaltsraum mit Küche und „Chill-Ecke“ und einen Erste-Hilfe-Raum mit Sanitätsliege.

Im Keller, der sich unter einer Hälfte des Rathauses erstreckt, ist reichlich Stauraum vorhanden. So ist im Archiv Platz für einige hundert Meter an Akten. Zwar hält auch in der Verwaltung die Digitalisierung zunehmend Einzug, „aber wir haben lange Aufbewahrungsfristen“, erläutert Lammers, warum trotzdem noch einiges an Papier zusammenkommt.

Die platzsparenden Rollregale im Keller sind bereits gut mit Aktenordnern gefüllt, wie Ralf Lammers bei einem Rundgang zeigt.

Gleich nebenan befindet sich ein großer Abstellraum, in dem beispielsweise Gegenstände für die jährliche Dorfauktion untergebracht werden können, die bisher eher notdürftig verstaut wurden.

Außerdem versieht im Keller eine Wärmepumpenheizung ihren Dienst. Sie speist die Fußbodenheizung, die in allen Büros verbaut ist, und reicht laut Lammers unter normalen Umständen für die Versorgung des gesamten Gebäudes aus. Für den Notfall steht ein zusätzlicher Gasanschluss zur Verfügung. Im Sommer kann die Wärmepumpe genutzt werden, um die Fußböden zu kühlen. „Das ist ein kleiner Kompromis“, so Lammers. Denn auf eine Klimaanlage sei aus Kostengründen verzichtet worden.

Abriss der alten Nebengebäude ab März

Während sich die Arbeiten im Innern langsam dem Ende neigen, ist im Außenbereich noch einiges zu tun. Laut Lammers soll am 9. März der Abriss des alten Nebengebäudes beginnen. Anschließend wird die Außenanlage inklusive Pflasterung und Anpflanzungen hergerichtet. Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeite bis Mai abgeschlossen werden. Wenn das Rathaus dann richtig hübsch herausgeputzt ist, wird Hausherr Hartmut Bloch alle Bürger einladen, das Verwaltungsgebäude bei einem Tag der offenen Tür selbst zu erkunden.

Das Einwohnermeldeamt der Samtgemeinde Rehden, das Sozialamt und einige andere Dienste stehen den Bürgern bereits im Neubau zur Verfügung. Bis die Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen sind, sind sie über den Eingang an der Poststraße zu erreichen. Dort ist die Tür zum rechten Treppenhaus provisorisch als Hauptausgang ausgeschildert.

Eckdaten

Die ersten Planungen für das neue Rathaus reichen bis Juli 2017 zurück. Knapp ein Jahr später, am 16. Mai folgte der offizielle erste Spatenstich, am 19. September die Grundsteinlegung und knapp zwei Monate später das Richtfest. Das neue Rathaus beherbergt 22 Büros und drei Besprechungszimmer, dazu zahlreiche Technik-, Lager- und Archivräume sowie einen Sozialtrakt. Der Neubau wurde erforderlich, weil die beiden vorhandenen Verwaltungsgebäude nicht den heutigen Anforderungen entsprechen. Sie sind nicht barrierefrei und weisen erhebliche energetische Mängel auf. Die Kosten für den Neubau wurden mit rund 3,5 Millionen Euro veranschlagt.

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