Erweiterungsbau der Kita „Purzelbaum“ in Rehden offiziell eingeweiht

„Ohne Kinder könnten wir irgendwann einpacken“

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Architekt Hans-Peter Müller, Einrichtungsleiterin Marika Bunke und Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch (v.l.) freuen sich, dass die neuen Räume der Kita „Purzelbaum“ in Rehden nun auch offiziell in Betrieb sind.

Rehden - Von Anja Schubert. „Ohne die Kinder könnten wir irgendwann einpacken“, stellte Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch treffend fest. Aus diesem Bewusstsein heraus wird in der Samtgemeinde Rehden zukunftsorientiert und vorausschauend in den Bildungs- und Betreuungsbereich investiert.

Mit der offiziellen Einweihung des Erweiterungsbaus der DRK-Kindertagesstätte „Purzelbaum“ wurde am Sonnabend der Abschluss eines weiteren Etappenziels gefeiert. Nach der ersten Erprobung der neuen Räumlichkeiten im „Echtbetrieb“ seit Anfang Mai wurden diese im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit geladenen Gästen offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Von einer großen Party hatte man angesichts der im kommenden Jahr anstehenden Feier des zweiten Nullgeburtstags der Einrichtung abgesehen. Für das kommende Jahr ist – quasi als großzügiges Geschenk – eine weitere Erweiterung für eine weitere Krippengruppe in Planung.

Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch freute sich ebenso wie Einrichtungsleiterin Marika Bunke, dass der Anbau bei den Kindern und Erzieherinnen, Eltern und Besuchern großen Anklang findet. Blochs Dank galt insbesondere dem Samtgemeinderat, der die Erweiterung der Tageseinrichtung beschlossen hatte, aber auch dem Trägerverbund, der viel Engagement und Herzblut in die Arbeit mit den Jüngsten investiert und das von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Gebäude mit Leben füllt.

Notwendig geworden war diese Baumaßnahme, weil die 1996 erbauten und 2009 bereits einmal erweiterten Räumlichkeiten aufgrund der großen Nachfrage und neuer gesetzlicher Vorgaben erneut nicht mehr ausreichten. Die Kita wurde 1996 ursprünglich für zwei Kindergartengruppen konzipiert. 2009 kam die Krippengruppe in der Einrichtung hinzu. Die Unterbringung einer notwendig gewordenen dritten Kindergartengruppe war in den vorhandenen Räumen dauerhaft nicht möglich. So entschloss sich der Samtgemeinderat zu dieser Maßnahme, in deren Rahmen 580 Kubikzentimeter umbauter Raum beziehungsweise 135 Quadratmeter Nutzfläche neu entstanden.

Angegliedert an den Kindergarten wurde der Erweiterungsbau nach modernsten Gesichtspunkten und mit Blick auf Funktionalität gestaltet. Mit der Planung hatte man erneut das Sulinger Architekturbüro Landwehr & Partner beauftragt, dass bereits den Erstbau und den Krippenanbau optimal gestaltet hatte. Rund 295000 Euro nahm die Samtgemeinde für die jetzige Erweiterung in die Hand, die nach siebenmonatiger Bauzeit im Mai fertig gestellt wurde.

Neue Räume auch für

integrative Nutzung

„In den neuen Räumen finden die kleinen und großen Einrichtungsnutzer nun mit einem großzügigen Gruppenraum, abgetrennter Spielecke, einem Mitarbeiterraum mit Küche sowie dem komfortabel gestalteten Sanitärbereich ideale Entfaltungsmöglichkeiten vor“, freute sich Bloch. „Die neuen Räume können auch integrativ genutzt werden“, fügte der Samtgemeindebürgermeister hinzu. In drei Gruppen, davon einer Integrationsgruppe, werden derzeit 68 Kinder in der Einrichtung betreut. Dank Platz-Sharing sei in einer Krippengruppe die Betreuung von 18 Kindern möglich. Auch für das kommende Kindergartenjahr seien alle Plätze belegt.

„Wir sehen es als Wertschätzung unserer Arbeit, dass uns für unsere Arbeit solch optimierte Räumlichkeiten geboten werden“, sprach Ulrike Hirt-Schiller, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes, ihren Dank aus. Neben Blumen, Flachgeschenken und weiteren Präsenten freute sich Einrichtungsleiterin Marika Bunke insbesondere über die Plissierspende des DRK- Ortsvereins, die die Fenster wohnlich behaglich erscheinen lässt.

„Wir müssen und wollen diese Wege gehen, denn wir sind eine Wachstumsgemeinde mit vorausschauender Planung“, unterstrich Bloch mit Blick nach vorn. Nur so erhalte man für junge Familien die Attraktivität zum Zuzug. Stand 30. Juni seien bereits 20 weitere Baugrundstücke in der Samtgemeinde verkauft. „Das bedeutet in absehbarer Zeit weitere Kinder, die betreut werden wollen.“

Insgesamt habe die Samtgemeinde in den vergangenen zwölf Jahren rund 6,5 Millionen Euro in den Bildungssektor investiert, um optimale Rahmenbedingungen für Grund- und Oberschule sowie die Kitas zu schaffen.

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