Große „Summertime Show“ auf der Roofman Ranch in Dönsel

Mit nur einem Ritt zur „German Open“

Höchste Konzentration bei Reiter und Pferd bestimmten die Szenerie während der Wettkämpfe. - Fotos: Brauns-Bömermann

Dönsel - Das beschauliche Dönsel inmitten von Kiefernwald, Sandboden, Campingplatz und Feldern ist jedes Jahr ein Mekka der Westernreiter. Von Donnerstag bis Sonntag fand hier die große „Summertime Show Dönsel“ statt, die eigentlich immer mit Qualifikationsläufen für die Westernreiter einhergeht. Dabei ist das Westernreitsportzentrum Roofman Ranch von Ralf Seedorf der Mittelpunkt. Seedorf ist seit Jahren Veranstalter.

Richter der Turnierläufe waren in diesem Jahr Vreni Schmid und Claude Missiaen. Vier Tage lang maßen sich Westernreiter aus ganz Deutschland in verschiedensten Disziplinen und Ausbildungsstufen auf dem Turnierplatz und im Turnierzelt Dönsel. Die erste Westernreiter Union (EWU) lobt in ganz Deutschland Turniere aus. Dönsel ist inzwischen in Westernreitkreisen so bekannt, dass der Standort für 2016 als Double Pointed AQ Turnier mit EWU Wertung Bremen/Niedersachsen Trophy und mit Qualifikationslauf zur Deutschen Meisterschaft FN Reining ausgelobt wurde. Übersetzt heißt das: Es ist das einzige Turnier in Norddeutschland, auf dem sich ein Reiter mit nur einem Ritt für die „German Open“ (Deutsche Meisterschaft) qualifizieren kann.

„Reining“. Was ist damit gemeint? Große Hüte, Chaps und lange Sporen, das sind immer noch die Vorurteile Cowboys gegenüber. Das hören die „Reiner“ jedoch nicht gern, denn das sogenannte „Reining“, die Westernpferde-Dressur, ist längst zum ernstzunehmenden Sport geworden. Dieser Western-Reitstil wird fast ausschließlich im Galopp geritten.

Die Elemente einer Prüfung stammen aus der amerikanischen Arbeitswelt zu Pferd, die jedoch in Anlehnung an die klassische Dressur in eine „sportliche Kunstform“ umgesetzt wurde. Schnelle und langsame Galoppzirkel, fliegende Galoppwechsel, Drehungen auf der Hinterhand (Spins), rasante Stopps (Sliding Stops), Hinterhand-Wendungen (Rollbacks) und Rückwärts-Richten sind die verschiedenen Lektionen des Reining.

Trotz dieser rasanten Ritte strahlte den Besuchern Ruhe auf dem Turnier entgegen. Fast keine hektischen Pferde, Reiter betont relaxt. Alle machten einen zufriedenen Eindruck mit der Unterbringung der Pferde draußen oder in einem Boxenzelt, der Reiter im Anhänger, unterm Sternenzelt, im Wohnwagen oder Wohnmobil. Die Infrastruktur so reibungslos sicher zu stellen, ist jedes Jahr eine Herausforderung.

An den vier Turniertagen traten Reiter in den Disziplinen Trail, Horsemanship, Ranch Riding, Western Riding, Western Pleasure, Reining, Superhorse und einer Art „Germanys next Top Model für Westernpferde“, dem „Showmanship at Halter“ gegen einander an. Warum die Westernpferde bei dieser Disziplin geführt und vom Boden gelenkt werden, warum vor dem Pattern (Aufgabe) geputzt, gewienert und nachpoliert wird und warum es so schön blinkt überall, ist ein kleines Phänomen. Eigentlich sei die Disziplin vom Rodeo-Ablauf abgeleitet, wo man mit dem Putzen und Führen der Pferde zwischen den Disziplinen die Kinder bespielen wollte.

Eine Augenweide sind alle Disziplinen, scheint alles wie von Zauberhand mit ganz viel Ruhe zu klappen, sogar das locker anmutende Warmreiten. Die Platzierungen und Ergebnisse finden sich auf der Internetseite des Veranstalters.

sbb

www.roofman-ranch.de

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