Stehende Ovationen für gelungenen Auftritt

„Ein Weihnachtstraum“ bringt Rehden erneut zum Kochen

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Bereits zum siebten Mal sorgte das „Ein Weihnachtstraum“-Ensemble um Uwe Müller in der Rehdener Eventhalle erneut für einen tollen Konzertabend.

Rehden. Für die einen gehört er wie Lebkuchen und Glühweinduft unabdinglich zur Vorweihnachtszeit, eine gewisse „Suchtgefahr“ nicht abzusprechen. Für die anderen ist er ein Abend mit ganz besonderem tief gehendem rockigem Musikgenuss. Die Rede ist von Uwe Müllers „Ein Weihnachtstraum“. Am Samstag eroberte das zwölfköpfige Ensemble im Rahmen des dreitägigen „Rehdener Weihnachtszaubers“ einmal mehr die Bühne der Eventsporthalle – und die Herzen des Publikums.

Die Messlatte lag hoch, denn schließlich gastierte das Müller-Ensemble bereits zum siebten Mal in Rehden. Im Publikum konnte Bandleader Uwe Müller eine nicht unbeachtliche Zahl eingefleischter Weihnachtstraumgänger ausmachen, die sich mitunter auch Jahr für Jahr andernorts an die Ensemblefersen heften. Nicht kleckern, sondern klotzen hieß daher auch bei dieser Neuauflage die Devise der Musiker, die einmal im Jahr für diese Konzertreihe zusammenfinden. Die Eventsporthalle – wie geschaffen dafür, dieses große Klangerlebnis in sich aufzunehmen.

Neben mehrere hundert Jahre altem traditionellem Liedgut wie „Großer Gott wir loben Dich“ und „Es kommt ein Schiff geladen“, die in der Version 2018 wie Musik gewordene Zimtstangen anmuteten, erwarteten das Publikum auch eingängige bekannte Weihnachtsohrwürmer wie etwa „Hey Santa“, „Merry Christmas Everyone“ und „We are the world“, die noch immer unverändert die Christstollen der weihnachtlichen Charts sind. Die beeindruckenden Solostimmen von Stefanie Kölling, Alexandra Rogosch und J.P. Fair, der seit vergangenem Jahr das Solistentrio komplettiert, sowie von Bandleader Müller selbst fanden auch in berührenden Duetten ihren Raum.

„Ihr seid doch nicht zum Spaß hier, sondern wir“, konstatierte ein sichtlich gut gelaunter J.P. Fair mit Blick ins Publikum. Die gelöste mitreißende Stimmung auf der Bühne schwappte von der Musikerfamilie schnell auf das Publikum über.

Es war erneut die gekonnte Gratwanderung, mittelalterlichem Weihnachtsliedgut ein modernes Gewand zu geben und das Programm mit gefühlvollen Songs von heute anzureichern. Deutsche Lieder wie „Ohne Dich“, „Eiszeit“ und „Über sieben Brücken“ als Zugabe standen zudem mit internationalen Hits wie „The Last Unicorn“, A Whiter Shade of Pale“, „Bonnie & Clyde“, „Waltzing Mathilda“, „Beauty and the Beast“ und „Winter Wonderland“ in einer Reihe.“ Auch der Schnee rieselte natürlich in der Müllerversion 2018 alles andere als leise.

Heiteres und besinnliches, fröhliches und nachdenklich Stimmendes – das zog sich sowohl durch die beliebten von Horst Halstenberg vorgelesenen Weihnachtsgeschichten, aber auch durch die anspruchsvolle 20 Songs umfassende „Playlist“. Familiär – das Wort traf das Geschehen auf der Bühne uneingeschränkt. Denn beeindruckende, zu Herzen gehende Soli und anrührende Duette setzten nicht nur beim Publikum Emotionen und lang anhaltenden Beifall frei. Beim traditionellen gemeinsamen Schlussakkord „Oh du fröhliche“ musste das Publikum nicht lange genötigt werden, lautstark mit stehenden Ovationen mit einzustimmen.

Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch dankte dem Ensemble für seine erneut gelungene musikalische Einstimmung. In seine Dankesworte schloss Bloch zudem alle Engagierten und Sponsoren ein, die das Weihnachtszauberwochenende 2018 zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

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