Feuerwehren der Samtgemeinde Rehden messen ihre Kräfte im Wettkampf

Düversbruch souverän

Erst wenn die Wasserversorgung für den Löschangriff gewährleistet ist, folgt das Kommando „Wasser marsch“. Jeder Handgriff muss sitzen. - Fotos: Brauns-Bömermann

Rehden - Der Marktplatz in Rehden war am Samstag rot-weiß. Nicht bezogen auf eine beliebte Garnitur einer Kartoffelspeise, sondern mit roten Flatterbändern für die Feuerwehrwettbewerbe der Samtgemeinde Rehden. Ausrichter war in diesem Jahr die Ortsfeuerwehr Rehden.

„Alles gut gelaufen“, das Zwischenfazit von Ortsbrandmeister Claus Mackenstedt. Am Start waren sieben Jugendfeuerwehrgruppen aus Rehden und Barver und sieben Gruppen der Wehren aus Rehden, Dickel, Düversbruch, Wetschen, Barver und Hemsloh.

Nach den praktischen und theoretischen Aufgaben eines klassischen Löschangriffs nach Feuerwehr-Dienstvorschrift FwDV 3 setzte sich die Feuerwehr aus Düversbruch mit 387 Punkten klar vor Rehden I mit 369 Punkten. Den dritten Rang bei den erwachsenen Feuerwehrleuten belegte Wetschen mit 365 Punkten. Weiter folgten: Hemsloh (333,41Punkte), Rehden II (333,16), Dickel (269) und Barver (266).

Die Schiedsrichter kamen am Samstag aus Bruchhausen-Vilsen und Bassum.

Gemeindejugend-Feuerwehrwartin Tanja Rempe und ihr Stellvertreter Kai Klapproth prämierten Rehden I (987 Punkte) als Sieger bei den Jugendlichen, vor Rehden II (979) als zweitplatzierter Wehr und Barver III (973) auf Rang drei. Die weitere Platzierung: Rehden IV (965), Barver I (953), Barver II(942) und Rehden III (767).

Zur Siegerehrung bedankte sich Rehdens Bürgermeister Wilhelm Grelle bei den Teilnehmern und dessen Fairness, Zusammengehörigkeitsdenken und unermüdlichen Einsatz der vier Grundsätze der Feuerwehr: Retten, Bergen, Löschen, Schützen. Denn das dürfe man nicht vergessen: Die Wettbewerbe spiegeln real nicht seltene Situationen für die Feuerwehrleute.

Bei dem Löscheinsatz nach DV 3 gleich „Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“ geht es nicht selten um komplexe Gefahrensituationen mit Brand und Gefahr für Leib und Leben von Menschen. Da müssen jedes Kommando, das Antreten, die Positionen innerhalb des Trupps und Rückmeldungen für den reibungslosen Einsatz lange geprobt werden. So ist die Disziplin, der eigene Drill immer zu spüren bei den Feuerwehrleuten, um diesen Ansprüchen Rechnung zu tragen. Zugführer, Fahrer, Melder und Mannschaft sollen eine homogene Einheit bilden, um möglichst effektiv helfen zu können. Zwar simulieren die Kräfte in den Wettbewerben die Einsätze nur, die Konzentration ist aber nicht minder zu spüren.

Unter den wachen Augen von Gemeindebrandmeister Reiner Schmidt verliefen die Wettbewerbe sehr erfolgreich: Schließlich sei jeder ein Gewinner, weil jeder im Wettkampf wieder einmal Kniffe dazugelernt habe.

„Lotte“, das dienstälteste Fahrzeug der Feuerwehr aus Rehden, trug zu den Wettbewerben einen Kranz und ein Banner mit der Aufschrift: „Lottes letzter Kampf“. Sie sollte ein letztes Mal bei Wettbewerben „gedient“ haben. „Ob die neuen Fahrzeuge qualitativ so lange durchhalten, wird die Zeit zeigen“, prognostizierte es Claus Mackenstedt. 

sbb

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