Ein Job für besondere Menschen

Frauke Finke neue Leiterin der DRK-Tagespflege in Rehden

Frauke Finke (2.v.l.) hat die Leitung der DRK-Tagespflege in Rehden übernommen. Ulrike Hirth-Schiller, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands (3.v.l.), Theres Mattke (links) und Katrin Schmidt wünschten ihr für ihre neue Aufgabe viel Erfolg.
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Frauke Finke (2.v.l.) hat die Leitung der DRK-Tagespflege in Rehden übernommen. Ulrike Hirth-Schiller, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands (3.v.l.), Theres Mattke (links) und Katrin Schmidt wünschten ihr für ihre neue Aufgabe viel Erfolg.

Frauke Finke ist die neue Leiterin der DRK-Tagespflegeeinrichtung in Rehden. Tagespflege sei ihr Steckenpferd, sagt die 51-Jährige.

Rehden – Den Gästen der DRK-Tagespflegeeinrichtung in Rehden ist Frauke Finke bestens bekannt. Fast seit der ersten Stunde ist die 51-Jährige dort tätig, am 1. Juni hat sie die Leitung übernommen. „Ich wollte mich nochmal weiterentwickeln. Und für neue Herausforderungen bin ich immer zu haben“, begründet sie ihre Entscheidung, mehr Verantwortung zu übernehmen.

In ihrem neuen Aufgabenfeld kennt sich Frauke Finke schon gut aus, denn sie war bereits Stellvertreterin der bisherigen Leiterin Heike Kattelmann, die laut Ulrike Hirth-Schiller, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands, auf eigenen Wunsch aufhören wollte. Ihre frühere Chefin habe sie gut eingearbeitet, berichtet Finke. „Wir sind stolz, dass wir wieder mal eine Leitungsfunktion aus dem eigenen Haus nachbesetzen konnten“, freut sich die Geschäftsführerin über die neue Leitung. „Das zeigt, dass die Menschen gerne bei uns arbeiten, und dass sie so gerne bei uns arbeiten, dass sie Verantwortung übernehmen wollen.“

Frauke Finke ist seit mehr als 30 Jahren in der Pflege tätig, und es ist nach wie vor ihr Traumberuf, wie sie sagt. „Die Tagespflege ist mein Steckenpferd.“ Sie habe auch schon in Harpstedt eine Tagespflegeeinrichtung mit aufgebaut. In Rehden kam sie 2015 wenige Monate nach dem Start der Einrichtung an Bord. Dort trägt sie nun die Verantwortung für die Betreuung der täglich zwölf Gäste.

Das Besondere an der Tagespflege ist laut Hirth-Schiller, dass sie sehr kleinteilig ist. Denn die Senioren wollen den ganzen Tag über beschäftigt sein. „Jeder Tag muss so gestaltet sein, dass es sich lohnt zu kommen.“ In einem Seniorenwohnheim oder bei der ambulanten Pflege sei das anders. „Die Tagespflege ist der vielleicht unterschätzteste Teil der Pflege“, weiß auch Finke. „Das müssen besondere Menschen sein“, sagt Hirth-Schiller über die Mitarbeiter in Tagespflegen. „Sie müssen Spaß an ihrer Arbeit haben.“

Corona-Zeit war für die Tagespflege herausfordernd

Frauke Finke hat die Leitung der DRK-Tagespflege in einer Zeit übernommen, die für alle Beteiligten eine große Herausforderung ist. Die Folgen der coronabedingten Isolation seien zum Teil immer noch spürbar. Denn neben der professionellen Pflege sind die sozialen Kontakte ein ganz wesentlicher Aspekt der Tagespflege. Beweglichkeit und Kommunikation seien bei einigen Kunden eingeschränkt, so Finke. Die älteren Menschen brauchten die Sprache. „Hier werden die Menschen immer gefordert“, ergänzt Hirth-Schiller. Sie müssten sich konzentrieren, sei es bei Gesprächen oder bei gemeinsamen Aktivitäten.

„Für die Beschäftigungstherapeuten war es eine Herausforderung“, erzählt Finke. Sie mussten sich in der Zeit der Kontaktbeschränkungen einiges einfallen lassen, um die Senioren in Kleingruppen bei Laune zu halten. Voneinander getrennt zu sein, habe ihnen übrigens überhaupt nicht gefallen, so Finke.

Seit vier, fünf Wochen ist die Einrichtung wieder fast im Normalbetrieb. Kürzlich habe eine Gruppe einen Ausflug zum Dümmer inklusive Fischessen gemacht, berichtet die Leiterin. „Die Senioren waren so glücklich.“

Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist groß

Die Nachfrage nach Plätzen in der Tagespflege sei groß, denn sie sei eine gute Ergänzung zur häuslichen Pflege, weiß Ulrike Hirth-Schiller. Der DRK-Kreisverband würde sich darum laut der Geschäftsführerin im Bereich der Samtgemeinde Rehden gerne vergrößern und hält Ausschau nach einer passenden Immobilie. Die Anforderungen – möglichst nur ebenerdige Räume wegen der Barrierefreiheit und ein großer Garten – erleichtern die Suche nicht gerade, allerdings gibt es laut Hirth-Schiller auch keinen zeitlichen Druck.

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