„Das ist ein Quantensprung in der Qualität“

Dorfgemeinschaftshaus Barver mit Festakt offiziell eröffnet

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Hans-Hermann Borggrefe (vordere Reihe, Mitte), Bürgermeister der Gemeinde Barver, und Gemeindedirektor Hartmut Bloch (vordere Reihe, 3.v.r.) zusammen mit Gratulanten aus Politik und Gesellschaft.

Barver - Von Marcel Jendrusch. Ein Feiertag für die Gemeinde Barver: Am Samstag ist das neue Dorfgemeinschaftshaus am Sportplatz mit einem Festakt eingeweiht worden. Den Vereinen steht nun ein modernes Gebäude, das ausstattungs- und designmäßig auf der Höhe der Zeit ist, zur Verfügung.

„Im Namen der Gemeinde Barver erkläre ich das Dorfgemeinschaftshaus für eröffnet“, verkündete Hans-Hermann Borggrefe, Bürgermeister der Gemeinde Barver, im Anschluss an die Festreden. Zuvor hatten er und Gemeindedirektor Hartmut Bloch die Vertreter aus Politik und Gesellschaft begrüßt, Informationen zum Bau gegeben und Dankesworte gesprochen.

„Jetzt ist wieder ein zeitgemäßes Vereinsleben möglich“

„Ich möchte zunächst dem alten Gemeinderat unter meinem Vorgänger Detlev Osterbrink dafür danken, dass er die Pläne auf den Weg gebracht hat“, sagte Borggrefe. Die Weichen für das jetzt sichtbare Ergebnis seien bereits im Jahr 2014 gestellt worden.

Das alte Gebäude, den Einwohnern jahrzehntelang unter der Funktionsbezeichnung Mehrzweckhalle bekannt, sei in die Jahre gekommen, eine Sanierung und der Anbau unumgänglich gewesen. „Wir haben 20 Vereine in Barver, jetzt ist auch wieder ein zeitgemäßes Vereinsleben möglich. Das Haus soll allen Vereinen ein Zuhause sein. Und dass, ohne in Konkurrenz zur heimischen Gastronomie zu stehen.“ Private Feiern sollen laut Borggrefe in den Gasthäusern der Gemeinde und Samtgemeinde veranstaltet werden.

Der Bürgermeister dankte den heimischen Unternehmen, die am Bau, der rund neun Monate gedauert hatte, beteiligt gewesen waren. Er richtete seine Worte auch an die vielen Freiwilligen, die tatkräftig mitgeholfen hatten. Besonders erwähnte er dabei den Schützenverein Barver und dessen König Klaus Klapproth. Unter seiner Regie seien die Arbeiten am Schießstand schnell vorangekommen.

Seitens der Verwaltung hätten sich besonders Tina Paulick und Jens Ziegler um das neue Gebäude verdient gemacht. Auch ihnen dankte Borggrefe für die gute Zusammenarbeit.

Geschenke für den Bürgermeister

Gemeindedirektor Hartmut Bloch sparte ebenfalls nicht an Dankesworten. An der Ausgestaltung des Gebäudes sei mit viel Engagement und Herzblut gearbeitet worden. „Das ist ein Quantensprung in der Qualität“, erklärte Bloch begeistert. „Das fängt ja schon bei der Akustik an“, sagte er mit dem Hinweis auf die musikalische Untermalung des Festaktes durch den Barver Bläser Chor. „Wir können froh sein, dass wir so etwas im ländlichen Raum haben.“ Der Gemeindedirektor gab die Gesamtkosten für Um- und Anbau mit rund 780.000 Euro an. Dieser Summe stünden jedoch auch um die 330.000 Euro an Fördergeldern gegenüber. „Das Dorfgemeinschaftshaus ist nun fertig, nun muss es auch mit Leben gefüllt werden.“

Architekt Alfred Bode gratulierte der Gemeinde und seinen Vereinen ebenfalls zur Einweihung. Seine Ankündigung, zum nächsten Dorfgemeinschaftsfest „eine Tonne Bier“ zu spendieren, wurde mit erwartungsvollem Raunen und Applaus dankbar aufgenommen.

Im Anschluss an die Festreden wurden eine Menge „Flachgeschenke“ seitens der Vereinsvertreter überreicht. Bürgermeister Borggrefe konnte sich vor Umschlägen kaum retten, nahm jedoch auch Deko-Artikel entgegen.

Waltraud Fohring vom Kirchenvorstand verlas ein Grußwort von Pastor Dimitri Schweitz, der aus terminlichen Gründen nicht von Beginn an an der Einweihung teilnehmen konnte. Für sich persönlich fügte sie hinzu, dass sie als Bürgerin „richtig stolz“ auf die geleistete Arbeit und das neue Gebäude sei.

Nach einem kleinen Imbiss blieb genug Zeit für die Gäste, die Räume einmal näher zu erkunden. Mit dem Samtgemeindepokalschießen inklusive Übertragung der TV-Berichterstattung zur Bundestagswahl (wir berichteten) erlebte das Dorfgemeinschaftshaus am Sonntag dann direkt seine erste Großveranstaltung.

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