Mehr als 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Sportverein Dickel ist stolz auf Sanierung des Vereinsheims ‒ und hat schon weitere Pläne

Das sanierte Vereinsheim des Sportvereins Dickel im Sommer 2020.
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Das Vereinsheim des Sportvereins Dickel erstrahlt in neuem Glanz, die Einweihungsparty muss aber noch etwas warten.

Der Sportverein Dickel hat die Corona-Zwangspause zur grundlegenden Sanierung des Vereinsheims genutzt. Dach, Sanitäranlagen, Außengelände ‒ alles ist neu. Doch ganz fertig sind die Sportler noch nicht.

Dickel – Anpacken statt Abwarten: Die Mitglieder des Sportvereins Dickel nutzten die monatelange Corona-Zwangspause im Amateurfußball eindrucksvoll und brachten ihr Vereinsheim grundlegend auf Vordermann. Nur zu gern hätten die Aktiven das Gesamtresultat der faktischen Totalsanierung bei einem Tag der offenen Tür oder während eines Sommerfestes allen Interessierten präsentiert, „aber das war ja wegen der Pandemie nicht möglich“, bedauert Dickels Pressewart Christian Gießelmann.

„Wir wollen das aber auf jeden Fall nachholen, sobald es wieder erlaubt ist.“ Denn das Vorstandsmitglied macht keinen Hehl daraus, „dass bei solchen Gelegenheiten der eine oder andere ja auch mal etwas ins Spenden-Sparschwein steckt“.

Ursprünglich war für den Spätsommer eine offizielle Eröffnung geplant gewesen. Denn „insgesamt ist sowohl der Außen- als auch der Innenbereich nun ein echter Hingucker geworden“, findet Gießelmann. Trotzdem sei der „Dickeler Charakter“, diese gewisse Enge und Gemütlichkeit, erhalten geblieben.

Ersten Lockdown für Planung genutzt

„Schon den ersten Lockdown haben wir für die Planung und Vorbereitung umfangreicher Sanierungsarbeiten genutzt, die wir dann über die Sommermonate vorgenommen haben“, berichtet Gießelmann. Neben Pflasterarbeiten im Außenbereich auf einer Fläche von fast 500 Quadratmetern, der Vergrößerung der Ersatzbänke und dem Bau einer kleinen Tribüne erfuhr das Vereinsheim eine energetische Sanierung – durch den Einbau neuer Fenster und Türen und den Austausch des Dachs. Dessen alte, asbesthaltige Abdeckung wich neuen Dachpfannen. Bei dieser Gelegenheit erneuerten die Dickeler auch die Isolierung und Dämmung.

Im Außenbereich des Vereinsheims haben Mitglieder des Sportvereins Dickel etwa 500 Quadratmeter Pflaster verlegt.

Auch die Umkleiden und Sanitärräume sind kaum wiederzuerkennen. Für die Kabinen wurden neue Bänke, Garderoben und Regale geschweißt, mit Holz belegt und angeschraubt. Wände und Böden bekamen moderne, großformatige Fliesen, die Duschen erhielten neue Armaturen mit einem integrierten Legionellenschutz. „Die Beleuchtung wird nun durch Bewegungsmelder gesteuert, und Feuchte-Sensoren regeln die Belüftung der Duschräume“, erläutert Gießelmann und ergänzt: „Diese Arbeiten waren dringend notwendig, weil die Ausstattung noch die erste seit dem Bau der Vereinsanlage war.“

Alles muss raus: Die alten Sanitäranlagen des Vereinsheims haben die Mitglieder des SV Dickel entsorgt. 

Die neuen Toiletten sind nun barrierefrei, „sodass unsere älteren oder eingeschränkten Gäste nicht nur den neuen Außenbereich, sondern auch die sanitären Anlagen und das Vereinsheim gut nutzen können“, freut sich der Pressewart.

Mehr als 1000 Stunden ehrenamtlich in die Sanierung des Vereinsheims gesteckt

Das umfangreiche Engagement der Mitglieder und Freunde dieses Clubs präzisiert er in Zahlen: „Bisher waren es weit über 1.000 ehrenamtlich geleistete Stunden – und das unter den besonderen Erschwernissen der Corona-Einschränkungen.“

Neben aktiven Spielern aus allen Mannschaften und dem Vorstand fassten auch viele passive Mitglieder und Unterstützer des Vereins regelmäßig mit an. „Wir glauben, dass die Arbeiten den meisten sehr viel Freude bereitet haben – jedenfalls sind fast alle regelmäßig wiedergekommen“, freut sich Gießelmann. „Dafür kann man den Helfern gar nicht genug danken. Aber auch bei den Fachfirmen möchten wir uns herzlich für die tolle und harmonische Zusammenarbeit bedanken.“ Er und seine Vorstandskollegen hoffen, den einen oder anderen bald hin und wieder am Platz zu sehen – wenn der Fußball wieder rollen darf.

Finanzielle Unterstützung von Landessportbund und Gemeinde

Durch die umfangreichen Eigenleistungen konnten die Kosten laut Gießelmann bei etwa 70. 000 Euro gehalten werden. Trotzdem wäre das Projekt ohne externe Unterstützung nicht möglich gewesen. Insbesondere dadurch, dass durch Corona verschiedene Einnahmen aus dem Spielbetrieb und Veranstaltungen ausblieben. Neben der finanziellen Beteiligung der Gemeinde – der Rat bewilligte im Sommer einen Zuschuss in Höhe von 20. 000 Euro – und durch den Förderverein „SportKult Dickel“ hat es auch bereits private Spenden gegeben, die eine Finanzierung neben den Eigenmitteln überhaupt erst ermöglichten. Der Landessportbund steuerte in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund einen Zuschuss in Höhe von 12 .000 Euro bei. Um das Projekt auch im Gast- und Sozialraum weiterführen zu können, würde sich der Sportverein Dickel über weitere Unterstützer freuen. Weitere Informationen erteilen die Vorstandsmitglieder gern.

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