Kommunalwahl

Elf Kandidaten versprechen frischen Wind für den Dickeler Gemeinderat

Große Auswahl: Elf Dickeler kandidieren für einen Sitz im Gemeinderat. Svenja Wilker steht neben zehn weiteren Kandidaten auf der Liste der Wählergemeinschaft für die Wahl des Samtgemeinderates.
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Große Auswahl: Elf Dickeler kandidieren für einen Sitz im Gemeinderat. Svenja Wilker steht neben zehn weiteren Kandidaten auf der Liste der Wählergemeinschaft für die Wahl des Samtgemeinderates.

Dickel – Mehr Austausch mit den Bürgern über das, was im Ort geschehen sollte, mehr Transparenz in der Ratsarbeit – in diesen Zielen sind sich die elf Kandidaten, die einen Sitz im Dickeler Gemeinderat anstreben, einig. Das wird die Dickeler ebenso freuen wie die Tatsache, dass sie bei der Kommunalwahl am 12. September eine echte Wahl haben. Denn vor fünf Jahren standen für die sieben Sitze gerade mal sieben Kandidaten zur Verfügung.

Frischer Wind wird in jedem Fall durch den neuen Rat wehen, denn mit Robert Münning, Mark Plaßmeier und Jörn Marcordes stehen nur drei aktuelle Ratsherren zur Wahl. Da Günther Meyer nicht mehr kandidiert, wird es auch einen neuen Bürgermeister geben. Es ist also ein Neuanfang für die Gemeinde, die 2020 im Streit um die Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde viel ertragen musste.

Robert Münning, auf Listenplatz eins der Wählergemeinschaft, gefällt die Kandidaten-Mischung. Es sei wichtig, dass jemand aus dem alten Rat das Wissen und die Erfahrung weitergeben könne, aber es sei auch gut, dass sich so viele neue Kandidaten gefunden hätten. „Besonders freut mich, dass es einen Generationenwechsel gibt.“ Münning kandidiert ein drittes Mal, weil die Ratsarbeit in den vergangenen Jahren sehr interessant gewesen sei und viel Spaß gemacht habe, wie er sagt. Außerdem will er zu dem stehen, was er „mit angerührt hat“. Denn er hatte sich maßgeblich für den Erhalt der Samtgemeinde eingesetzt.

Für einige Kandidaten war der unglückliche Umgang mit dem Thema Einheitsgemeinde neben dem Wunsch mitzugestalten, ein Antrieb, sich für den Gemeinderat zu bewerben. Michael Gödke, als Jahrgang 1986 der jüngste Kandidat, beispielsweise kritisiert, dass es bei dem Thema zum Teil sehr persönlich wurde und zu wenig mit den Bürgern über sachliche Argumente gesprochen wurde.

Auch Henning Schmidt möchte dazu beitragen, dass die vor einem Jahr in zwei Lager gespaltene Dorfgemeinschaft wieder enger zusammenwächst. „Man muss die Leute einfach mehr fragen, wie sie die Dinge sehen.“ Und diese Meinungen dann auch in den Rat hineintragen. Sich nur in die Ratssitzungen zu setzen und nichts zu sagen, das reiche nicht, stellt er klar.

Frank Dobratz wünscht sich, dass der künftige Rat auch die Initiative ergreift, wenn es darum geht, mit kleinen Dingen die Lebensqualität in Dickel zu verbessern und beispielsweise einen Bäcker oder wenigstens einen Brötchenverkauf für Dickel zu organisieren. „Ich glaube, dass es viele gibt, die mitmachen würden“, ist er überzeugt, dass es in vielen Dingen nur jemanden braucht, der etwas anschiebt.

„Für mich ist auch wichtig, dass aus allen Ortsteilen jemand im Rat sitzt“, begrüßt Cord Kuhlmann, dass die Kandidatenliste nicht nur altersmäßig breit aufgestellt ist. So könne sichergestellt werden, dass kein Ortsteil vernachlässigt werde.

Manuel Münning kandidiert, weil er vor Ort etwas bewegen möchte. „Ich finde es gut, dass die Bürger mehrere Ratsmitglieder als Ansprechpartner haben und nicht nur einen Ortsvorsteher“, bekennt er sich zur Samtgemeinde. Denn bei nur einem Ansprechpartner sei nicht sichergestellt, dass alle Wünsche der Bürger Gehör fänden.

Allen Kandidaten ist anzumerken, dass sie große Lust haben, die Gemeinde Dickel in den kommenden fünf Jahren gemeinsam mit den Bürgern zu gestalten.

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