Vereinbarung mit dem Land unterzeichnet, Planung in Auftrag gegeben / Baubeginn Anfang nächsten Jahres

Bürgerradweg im Bruch wird langsam konkret

Friedhelm Wiegmann und Benjamin Kappe (rechts), 1. und 2. Vorsitzender des Vereins „Unser Bruch“, kämpfen mit ihren Mitstreitern schon seit Jahren für den Bürgerradweg.
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Friedhelm Wiegmann und Benjamin Kappe (rechts), 1. und 2. Vorsitzender des Vereins „Unser Bruch“, kämpfen mit ihren Mitstreitern schon seit Jahren für den Bürgerradweg.
  • Melanie Russ
    vonMelanie Russ
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Rehden – Die Umsetzung des Bürgerradwegs an der Burlager Straße  in der Samtgemeinde Rehden nimmt langsam konkrete Formen an. Die Vereinbarung mit dem Land Niedersachsen ist laut Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch unterschrieben, der Auftrag für die Umsetzung an das Planungsbüro Keese Ingenieure und Planer vergeben, alle Gutachten sind erstellt. Der Abschluss der 17 Kaufverträge mit den Grundstückseigentümern, deren Flächen für den Radwegebau benötigt werden, ist ebenfalls auf einem guten Weg.

Laut Bloch soll die Planung in diesem Jahr abgeschlossen werden. Als anvisierten Baubeginn nennt er Anfang nächsten Jahres. Wenn es nach Friedhelm Wiegmann, dem ersten Vorsitzenden des Vereins „Unser Bruch“ geht, könnte der erste Spatenstich auch gerne etwas früher erfolgen. „Wenn wir dieses Jahr beginnen könnten, wäre das schon gut.“

Seine Ungeduld hängt vor allem mit der Finanzierung zusammen. Denn der Verein, der das Projekt in den vergangenen Jahren vorangetrieben hat, erhofft sich Landesmittel aus dem mit einer Million Euro gefüllten Förderprogramm für Bürgerradwege. 50 Prozent der rund 800 000 Euro Baukosten könnten daraus finanziert werden. Werden die übrigen Mittel nicht für andere Projekt abgerufen, könnte die Förderung sogar auf bis zu 100 Prozent steigen. Ansonsten tragen die Gemeinden Rehden, Wetschen und Hemsloh sowie die Samtgemeinde jeweils 100 000 Euro der Baukosten.

„Ich gehe stark davon aus, dass es was wird“, ist Wiegmann inzwischen sehr optimistisch. Dennoch bleibt bei ihm eine kleine Sorge, ob das Förderprogramm – insbesondere vor dem Hintergrund der mit der Corona-Krise verbundenen Ausgaben des Landes – tatsächlich wie zugesagt im kommenden Jahr fortgesetzt und die 2020 nicht ausgeschütteten Mittel übertragen werden.

Enttäuscht ist Friedhelm Wiegmann nach wie vor, dass sich die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ nicht an dem Projekt beteiligt und den Radwegebau auf ihrem Teilstück der Landesstraße mitfinanziert. Schließlich handele es sich nur um rund 650 Meter. Wenn hinsichtlich des Marissa-Ferienparks über eine Verbesserung der Infrastruktur in der Dümmerregion diskutiert wird, dann passt ein Fahrradweg entlang der Landesstraße vom Dümmer bis nach Wagenfeld nach seiner Einschätzung genau ins Profil. Die Gemeinde Wagenfeld stellt 10 000 Euro für einen etwa 340 Meter langen Verbindungsweg zwischen Burlager Straße und „In den Hundlosen“. „Für uns Brücher reicht die Strecke auf dem Gebiet der Samtgemeinde Rehden“, so Wiegmann.

Obwohl das Ziel, mit einem Fahrradweg für mehr Sicherheit an der schmalen Landesstraße zu sorgen, nahezu erreicht ist, ist die Arbeit des Vereins noch nicht getan. Denn er zahlt die Kosten für die Grundstückskäufe. Zwar haben sich einige Anlieger bereit erklärt, ihre Flächen kostenlos zur Verfügung zu stellen, doch gut 60000 Euro werden laut Wiegmann trotzdem benötigt. „Ein bisschen was brauchen wir noch“, hofft er, dass der Verein weitere Spenden akquirieren kann.

Unser Bruch

Der Verein hatte zum 31. Dezember 2019 laut Schatzmeister Wilhelm Nordloh einen Kassenbestand von 48 646 Euro. Davon sind im vergangenen Jahr 21 500 Euro an Spenden eingegangen, die Mitgliederbeiträge beliefen sich auf 5540 Euro. Die Mitgliederzahl betrug 266.

Von Melanie Russ

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