Die Bühne ist bereitet

Sonntag Premiere für „Wer nicht bedrüggt, de ward bedragen“

Detailbesprechung: Heinrich Koch, Ulrich Wilms und Heiner Kopmann (von links) in einer Pause bei den Proben in den Ratsstuben. Foto: russ
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Detailbesprechung: Heinrich Koch, Ulrich Wilms und Heiner Kopmann (von links) in einer Pause bei den Proben in den Ratsstuben.

Rehden - Die lila-weiß gemusterte Tapete hängt schon an der Wand, der Geruch von Kleister noch in der Luft. Links ein alter Schreibtisch mit altem Laptop und noch älterem Telefon, rechts ein kleiner runder Tisch mit Spitzendecke. Die Bühne in den Rehdener Ratsstuben ist bereitet für die Plattdeutsche Bühne Rehden, die dort am kommenden Sonntag Premiere feiert.

Das Skript ist bei den letzten Proben stets zur Hand, wird aber kaum noch gebraucht. Schließlich beschäftigt sich das Ensemble, zu dem in diesem Jahr sechs Laienschauspieler zählen, schon seit Oktober mit dem Stück „Wer nicht bedrüggt, de ward bedragen“, einem Lustspiel in drei Akten von Marion Balbach.

Die Suche nach dem nächsten Stück beginnt bei der Plattdeutschen Bühne immer schon in den Sommerferien. „Dann fangen wir an, verschiedene Bücher zu lesen. Anschließend folgt eine Vorauswahl, die sich danach richtet, was mit dem in dem jeweiligen Jahr zur Verfügung stehenden Personal machbar ist“, erläutert Heiner Kopmann am Rande eines Probenabends. „In diesem Jahr zum Beispiel stehen unsere jungen Mitglieder nicht zur Verfügung, also fallen alle Stücke mit jungen Leuten flach.“ Die Machbarkeit des Bühnenbildes spielt bei der Auswahl ebenfalls eine Rolle.

So kommen von den anfangs etwa 20 Büchern letztendlich drei bis vier in die nähere Auswahl. Welches Stück gewinnt, entscheiden laut Kopmann alle Akteuere gemeinsam. Auch an der Gestaltung des Bühnenbilds und der Kostüme sind alle beteiligt. „Jeder bringt seine Ideen ein“, so Kopmann.

Er selbst spielt in dem Dreiakter den Landstreicher Clemens Unterdörfel, der in einen Rachefeldzug gegen den Geschäftsmann Manfred Goldberger verwickelt wird. Die Hauptfigur, gespielt von Ulrich Wilms, hält nicht allzu viel von ehrlicher Arbeit und versucht, jede nur denkbare Gesetzlücke zu seinem Vorteil auszunutzen. Als er sich mit Unterstützung seines Faktotums Hugo (Heinrich Koch) das Haus der Witwe Amanda (Heike Tenschert) unter den Nagel reißen will, sieht er sich allerdings einer ebenbürtigen Gegnerin gegenüber. Amanda startet mit Unterstützung von Manfreds Ex-Freundin Beatrix (Anke Sommer) einen Rachefeldzug, der für das Publikum höchst unterhaltsam ist, für „Manni“ allerdings jede Menge Stress bedeutet.

Denn als sich eine Detektivin (Amanda) ankündigt, müssen „Manni“ und Hugo versuchen, ihr Lügengebäude aus Versicherungsbetrügereien, Phantomgeschäften und dubiosen Kunsteinrichtungen aufrechtzuerhalten. Dass das nicht ohne Turbulenzen vonstatten geht, versteht sich von selbst. Unterstützung bekommen Amanda und Beatrix von der Urlauberin Franke Romanski (Gabi Bünte), die ebenfalls keine guten Erfahrungen mit „Manni“ gemacht hat.

Wer erfahren möchte, ob „Manni“ seinen Hals noch aus der Schlinge ziehen kann, der hat an sieben Tagen die Gelegenheit dazu.

Eintrittskarten zum Preis von acht Euro sind montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr in den „Ratsstuben“ erhältlich. Bestellungen werden auch unter Telefon 05446/993443 oder per E-Mail an info@rehden-ratsstuben.de entgegengenommen.

Jede Eintrittskarte ist mit einer festen Sitzplatzreservierung verbunden. Telefonisch bestellte Karten müssen innerhalb von fünf Arbeitstagen beziehungsweise spätestens drei Tage vor dem Aufführungstermin abgeholt werden. Sie können gegen Vorauszahlung des Kartenpreises und einer Versandpauschale auch per Post zugeschickt werden. Geschenkgutscheine können gegen Eintrittskarten getauscht werden. Der Saal/Tischplan ist in den Flyern einsehbar, die in den örtlichen Geschäften ausliegen.  

mer

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