Modellflugtage in Barver begeistern Publikum

Bonbons regnen vom Himmel

Die Modellflugtage des MFC Barver lockten erneut zahlreiche Besucher auf die Anlage. Gutes Wetter, Fachgespräche in den Pausen und ein „Bonbon-Regen“ trugen zum Gelingen bei. - Foto: MFC Barver

Barver - Schönstes Flugwetter und zahlreiche Besucher: Die Bilanz der Modellflugtage in Barver fällt laut MFC Barver positiv aus. Laut Wetterbericht sollte die Lage zum Auftakt „explosiv“ werden – dies traf glücklicherweise nicht zu.

Pünktlich um 9 Uhr wurden am vergangenen Samstag die Motoren gestartet. Vor dem Sicherheitszaun war mitunter kein Platz mehr frei, die Besucher standen in Zweierreihen. Im Wechsel ging es in die Luft. Modelle unterschiedlichster Bau- und Motorisierungsform waren dabei. Antriebe gab es als Elektro-, Benzin-, Methanol- oder Kerosinmotor. Auch reine Segler, die von großen Maschinen, sogenannter F-Schlepp, auf Höhe geschleppt wurden, waren dabei. Die Großmodelle starteten meist mit starken Benzinmotoren, die Jets mit Kerosin.

Etwa 50 Piloten führten ihr Hobby dem applaudierenden Publikum vor. Es gab keine nennenswerte „Verluste“. Höhepunkt war unter anderem eine 33 Kilogramm schwere „Piper Clipped Wing“ mit einer Spannweite von 3,8 Meter und einem 22 PS starken, Vierzylinder-Boxermotor. Dieses Modell hat eine Sonderzulassung und ist eine Eigenkonstruktion des Vereinsmitgliedes Hermann Vennen.

Die „F-104 Starfighter“ von Friedhelm Graulich hat einen Maßstab von 1:4,4 bei einer Rumpflänge von 3,75 Metern. Als Antrieb dient eine „Alfred-Frank-Turbine“ mit 30 Kilogramm Schub. Das Abfluggewicht liegt bei unter 25 Kilogramm.

Zwei Doppeldecker „Sopwith Pup“ mit Fünfzylinder- Sternmotoren im Formationsflug begeisterten die Zuschauer ebenfalls.

Zu bestimmten Zeiten gab es die Überflüge des „FlyBaby“ mit Namen „Charlie“ für die jungen Besucher. Durch laute Rufe, „Charlie mach die Klappe“ auf, purzelten jede Menge Bonbons vom Himmel und konnten aufgesammelt werden.

Teilweise waren sechs Piloten gleichzeitig mit ihren „Styro-Flitzern“, 60 bis 70 Zentimeter Spannweite, und mehr als 250 Kilometer pro Stunde am Himmel. Zu sehen waren sie jedoch nicht immer.

Auch Hubschrauber waren wieder am Start. So waren atemberaubende Kunstflüge und Flüge, die dem Original nachkamen, zu sehen. Höhepunkt hier sicher eine „Alouette II“ mit Turbine und einem Rotordurchmesser von 1,8 Metern.

Der Sonntag fing verregnet an und trotzdem kamen etliche Besucher. Die Piloten ließen es sich nicht nehmen, auch bei diesem Wetter ihre Großmodelle „vorzufliegen“. Reinhold Wonnemann aus Herzebrock begleitete wie jedes Jahr das Geschehen als Sprecher. Humorvoll und informativ, erklärte er wer fliegt und was fliegt. Insgesamt war es laut Veranstalter eine gelungenes Wochenende. Das „MFC Barver“-Team bedankt sich bei allen Nachbarn, Piloten und Helfern, aber vor allem bei den Besuchern.

Nähere Informationen zum Modellflugverein Barver werden an der Luftfahrt und Modellbau Interessierten auch im Internet erteilt.

Mehr zum Thema:

Schalke meistert Pflichtaufgabe souverän

Schalke meistert Pflichtaufgabe souverän

Grippewelle 2017: Die schlimmste Phase ist vorbei

Grippewelle 2017: Die schlimmste Phase ist vorbei

Jahresempfang des Kirchenkreises Syke-Hoya

Jahresempfang des Kirchenkreises Syke-Hoya

Leserinnen dokumentieren Umweltsünden in Sudweyhe

Leserinnen dokumentieren Umweltsünden in Sudweyhe

Meistgelesene Artikel

GNTM: Chaline aus Moordeich steht Donnerstag wieder vor der Kamera

GNTM: Chaline aus Moordeich steht Donnerstag wieder vor der Kamera

Feuerwehr bei ZF

Feuerwehr bei ZF

Theaterabend wird zum Stehempfang

Theaterabend wird zum Stehempfang

Autofahrer ignorieren Verbot

Autofahrer ignorieren Verbot

Kommentare