45. Bikertreffen des MC Heede in Hemsloh

„Bock“- und Benzingespräche am Lagerfeuer

Haben sich auf dem Zeltplatz gefunden, bleiben Freunde: Zlatan Poksiva aus Speyer (l.) und das Ehepaar Barbara und Hinnrich Eschen aus Großefehn in Ostfriesland. - Foto: Brauns-Bömermann

Hemsloh - Das Bikertreffen in Hemsloh des Motoradclubs Heede (MC) steht fest im Kalender von befreundeten Motorradfahrern aus ganz Norddeutschland und einigen aus der gesamten Republik. Am Wochenende genossen in Hemsloh zahlreiche Motorradfahrer auf dem Schützenplatz, der Lichtung inmitten von Bäumen, ein verlängertes Wochenende mit Gleichgesinnten.

Dort auf der Grünfläche ist ein ungestörtes Zelten und Übernachten möglich, die Infrastruktur liefert schon seit Jahren das für den Termin überlassene Schützenhaus. Und es war das 45. Bikertreffen des MC Heede, der viel Wert auf die Gemütlichkeit des kleinen Treffens von Motorbikern legt.

„Wunderbar zu sehen ist, dass inzwischen auch Enkelkinder mitkommen“, freut sich die zweite Vorsitzende Barbara Apwisch. Sie schätzt, dass sich etwa 120 Biker inklusive der Tagesgäste auf dem Platz einfanden. 21 davon entschlossen sich zu der organisierten gemeinsamen Ausfahrt nach Buer bei Melle. Wer lieber am Platz blieb, fachsimpelte mit den anderen, ein Fahrer war bereits zum 35. Mal zum Motorradtreffen angereist. Die weiteteste Anfahrt in diesem Jahr hatte ein Fahrer aus Luxemburg.

Aber auch ganze Motorradclubs kommen gerne nach Hemsloh auf die Waldwiese. So der Club aus Mandeln, dessen Fahrern die DDR-Marke MZ der Motorwerke im sächsischen Zschopau am Herzen liegen.

Und Freundschaften sind über die Jahre entstanden oder entstehen immer wieder neu bei Treffen. Wie die zwischen Zlatan Poksiva aus Speyer mit seiner BMW und dem Ehepaar Barbara und Hinnrich Eschen aus Großefehn im Landkreis Aurich. „Wir haben gestern Abend so nett miteinander gesprochen im Aufenthaltszelt, dass wir unsere Zelte gleich nebeneinander aufgeschlagen haben. Für die Ostfriesen gibt es natürlich das „richtige“ Bier: Herb muss es sein und eine unverkennbar grüne Flasche haben.

Die Szene der passionierten Biker in Jeanskutten mit vielen Aufnähern von Orten, die sie bereits besuchten und Ansteckern, Broschen, die Clubs und andere nette Botschaften parat halten zum Staunen, ist von Relaxen geprägt.

„Dieses Jahr will keiner so recht „Tauziehen“ und „Bierkrüge-Weit-Schliddern“ spielen“, stellt Apwisch fest. Aber das mache nichts, denn das hat sich der Motorradclub auf seine Fahne geschrieben: „Jeder macht das mit, wozu er Lust hat“. - sbb

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