Posaunenchor umrahmt das Fest mit Liedern

Friedrich und Hilda Becker aus Rehden feiern diamantene Hochzeit

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Friedrich und Hilda Becker, geborene Kröger, feierten am Mittwoch ihr diamantenes Ehejubiläum.

Rehden – Gefunkt hat es 1955 – beim Schützenfest in Jacobidrebber. Hilda Becker, damals noch Kröger, war dort das Fahrrad gestohlen worden. Friedrich Becker zeigte sich als wahrer Gentleman und brachte sie mit seinem Fahrrad wohlbehalten nach Hause – in den Wetscher Ortsteil Wehrkamp. Weil die gegenseitige Zuneigung zunahm und die Treffen häufiger wurden, traten beide am 22. Mai 1959 vor den Traualtar.

Im Gotteshaus in Mariendrebber besiegelte Pastor Cohrs mit kirchlichem Segen den fortan gemeinsamen Lebensweg. 60 Jahre später begingen Friedrich und Hilda Becker in ihrem Haus an der Pommernstraße 5 in Rehden ihr diamantenes Ehejubiläum – morgens mit ein paar offiziellen Gratulanten, nachmittags im Familienkreis.

Morgen schließt sich im Rasthaus Barnstorf (Scharfscheer) eine gemütliche Feier mit der Familie, Verwandten, Nachbarn und Freunden an. Pastor Dimitri Schweitz wird den Lebensbund des Jubelpaares neu segnen, und der Posaunenchor umrahmt das Fest mit ein paar Liedern.

Die Wiege der diamantenen Braut stand in der Fresenhede in Drentwede. Dort besuchte sie die Schule und ging dann „in Stellung“ – zunächst im Haushalt des landwirtschaftlichen Betriebes Freese. Eine weitere Station war in Sudholz, bevor ihre Eltern 1955 nach Wehrkamp zogen und dort eine Hofstelle bewirtschafteten. Die Jubilarin fand Arbeit im Rehdener Torfwerk und wechselte später in den technischen Betrieb der Pallas Schallplattenfabrik in Diepholz.

Auch nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben legte Hilda Becker ihre Hände nicht in den Schoß. Neben der Kindererziehung fand sie Zeit, sich aktiv um die Belange des DRK-Ortsvereins Rehden-Hemsloh-Dickel zu kümmern. Mehr als 25 Jahre zählte sie zu den Stützen des Roten Kreuzes – bei Blutspendeterminen ebenso wie im Besuchsdienst. Und gemeinsam mit ihrem Mann pflegte sie den großen Garten rund um das 1972 bezugsfertige Heim an der Pommernstraße.

Fahrräder haben im Leben des Jubelpaares mehrere Jahrzehnte eine bedeutende Rolle gespielt. Solange es die Gesundheit zuließ, unternahmen Friedrich und Hilda Becker fast täglich längere Radtouren durch die umliegende Natur. „Das ist heute leider nicht mehr möglich“, bedauern beide. „Die Knochen wollen nicht mehr so wie wir.“ Deswegen schaut auch Tochter Rita fast täglich bei den in Rehden lebenden Eltern vorbei, kümmert sich um den Einkauf und hilft überall dort, wo Hilfe nötig ist.

Der diamantene Bräutigam erblickte 1931 in Aschen-Apwisch das Licht der Welt. Nach dem Schulbesuch war er zunächst in der Land- und Forstwirtschaft tätig, bevor es ihn 1961 zur Rehdener Muna verschlug. Er war dort anfangs als Lagerarbeiter, später bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung im Jahre 1992 in der Berufsfeuerwehr tätig.

Drei Kinder gingen aus der Ehe des Jubelpaares hervor. Tochter Waltraud wohnt mit ihrem Lebensgefährten Heiner Albertsen in der Nähe von Husum, Tochter Rita ist mit Matthias Borchardt in Diepholz verheiratet, und Sohn Jürgen ist im benachbarten Barver mit Britta Siebrecht liiert und als Soldat in Rostock stationiert. Zu den weiteren Nachkommen zählen sieben Enkelkinder und zwei Urenkel. „Und zwei weitere kündigen sich gerade an“, freut sich das Jubelpaar.

Eine große Freude haben die Nachbarn dem Jubelpaar bereitet: Am Abend vor dem Ehrentag stellten sie im Garten ein Herz aus frischem Grün mit einer „60“ mittendrin auf – nicht zur Straße hin, sondern mit Blickrichtung zum Küchenfenster, „damit wir das Herz immer vor Augen haben“.

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