Mehr Platz und moderne Einrichtung

Planungsbüro Keese erhält Zuschlag für Bauhof-Neubau in Rehden: Fertigstellung im Sommer

Entwurf des neuen Bauhofs in Rehden
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Das neue Rehdener Bauhof-Gebäude im Gewerbegebiet Rehden wird gut 1700 Quadratmeter groß sein und Sozialtrakt, Fahrzeughalle und Werkstatt beherbergen.

Die konkrete Planung für den neuen Bauhof in der Samtgemeinde Rehden steht. Im Sommer 2022 soll er fertig sein.

Rehden – Mehr Platz, zeitgemäße Sozialräume für die insgesamt elf Vollzeit- und Teilzeit-Mitarbeiter und eine Warmhalle, in der die Mitarbeiter auch im eisigen Winter arbeiten können – das sind die wesentlichen Anforderungen an den neuen Bauhof der Samtgemeinde Rehden, der im Rehdener Gewerbegebiet an der Thyssenstraße errichtet werden soll. Die Planung des 2,1 Millionen Euro teuren Projekts übernimmt das Wagenfelder Büro Keese Ingenieure+Planer, das sich in einem Wettbewerb gegen zwei weitere Planungsbüros durchsetzte.

Hintergrund des Neubaus ist, dass die räumlichen Verhältnisse des bestehenden Bauhofs auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb in Wetschen den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Alle drei Entwürfe hätten nah beieinander gelegen, erklärt Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch bei der Vorstellung des Siegerentwurfs. Den Ausschlag für Keese gab demnach, dass dieser Entwurf am besten zu den Arbeitsabläufen auf dem Bauhof passt.

Neuer Bauhof soll im Sommer fertig sein

Der Zeitplan sieht vor, dass noch in diesem Jahr der Bauantrag gestellt werden soll. Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 geplant, Verzögerungen sind angesichts der aktuellen Auslastung in der Baubranche und der Preisschwankungen aber nicht ausgeschlossen. „Der Markt ist momentan sehr fragil“, so Planer Oliver Keese.

Neben dem Bauhof Rehden/Wetschen wird auch der „kleine Bauhof“ aus Barver mit einem Mitarbeiter und dem Schlepper in das inklusive überdachter Flächen etwa 1700 Quadratmeter große Gebäude einziehen. Die bisher genutzte Parzelle im Feuerwehrgerätehaus in Barver steht anschließend der Ortsfeuerwehr zur Verfügung, die aktuell in recht beengten Verhältnissen lebt.

„Ich bin ein bisschen stolz darauf, dass wir alle mitnehmen konnten“, freut sich Hartmut Bloch, denn zunächst war ein neuer Bauhof nicht in allen Mitgliedsgemeinden als notwendig angesehen worden. Letztendlich stimmten aber alle fünf Gemeinderäte und der Samtgemeinderat dafür, Bau und Betrieb des Bauhofs abhängig von Größe und Bedarf jeder Mitgliedsgemeinde finanziell mitzutragen.

Die Entscheidung für den Keese-Entwurf hatte ein Findungsgremium gefällt, zu dem der Samtgemeindebürgermeister, die fünf Gemeindebürgermeister, der stellvertretende Fachdienstleiter Bauwesen Jens Ziegler sowie Bauhofleiter Henrik Grote und sein Stellvertreter Michael Windhorst gehören. In die weitere Detailplanung wird das Gremium ebenfalls involviert sein.

Ein Gremium aus den Bürgermeistern, Verwaltungsvertretern und Bauhof-Mitarbeitern hat Franziska und Oliver Keese (Mitte) als Planer ausgewählt.

Der Entwurf sieht eine Aufteilung des Gebäudes in Sozialtrakt, Fahrzeughalle und Werkstatt vor. Mitarbeiter und Besucher gelangen über den Sozialtrakt in das Gebäude. Im vorderen Bereich direkt an der Zufahrt befindet sich das Büro mit zwei Arbeitsplätzen, von dem aus die Mitarbeiter die Einfahrt gut einsehen können. Daneben ist ein Personalraum mit Küchenzeile und Möblierung für 14 Personen vorgesehen, der auch für interne Fortbildungen genutzt werden kann.

Der Flur mit barrierefreiem WC und die Umkleiden für Damen und Herren befinden sich ebenfalls im sogenannten Weißbereich. Von den Umkleiden gelangen die Mitarbeiter über einen Wasch- und Duschraum in den Schwarzbereich, in dem sie ihre Arbeitskleidung aufbewahren.

Über einen Gang im Schwarzbereich sind die rund 400 Quadratmeter große Fahrzeughalle und die Haustechnikräume mit der Hackschnitzelheizung erreichbar. Über dem Sozialtrakt befindet sich eine von der Fahrzeughalle aus zugänglich Lagerfläche für die Dinge, die nicht ständig benötigt werden – Salzstreuer zum Beispiel. Neben der Halle wird eine Werkstatt für kleine Reparaturen und Wartungen eingerichtet.

Die Fahrzeughalle bietet reichlich Platz für die Bauhof-Fahrzeuge und eine große Lagerfläche über dem Sozialtrakt.

Dank Warmhalle kann im Bauhof auch bei Frost problemlos gearbeitet werden. Die Warmhalle sei unter anderem auch wichtig für den Winterdienst, erläutert Bloch. Denn so könnten die Schlepper schon am Abend mit Streusalz befüllt und für den frühmorgendlichen Einsatz vorbereitet werden, ohne dass etwas einfriere.

Hinter der Fahrzeughalle ist ein überdachter Waschplatz vorgesehen, den auch die Feuerwehr zum Reinigen ihrer Fahrzeuge nutzen kann. An einer Seite des Gebäudes sind überdachte Stellplätze für die weiteren Bauhof-Fahrzeuge geplant.

Funktionalität und Nachhaltigkeit

Bei der Konzeption des Bauhofs ging es dem Findungsgremium nicht allein um Funktionalität, sondern auch um Nachhaltigkeit. Neben der Hackschnitzelheizung entschied es sich darum auch für die Installation einer Ladesäule für E-Mobilität und einer Photovoltaik-Anlage. Die Kosten dafür beziffert Hartmut Bloch auf rund 130.000 Euro. Ob ein Teil davon über Fördermittel finanziert werden kann, wird derzeit geprüft. „Wir würden es aber auf jeden Fall machen“, betont der Samtgemeindebürgermeister mit Verweis auf die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand. Aus seiner Sicht ist ein derartiger Bau ohne PV-Anlage heute nicht mehr denkbar. Und die Ladesäulen wird der Bauhof langfristig voraussichtlich auch selbst benötigen. Hartmut Bloch geht davon aus, dass in Zukunft angeschaffte Fahrzeuge E-Fahrzeuge sein werden.

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