28 Baugrundstücke in Wetschen

Ausschuss votiert für Baugebiete

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„Am Reitplatz II“: In diesem Bereich sollen sechs neue Wohnhäuser errichtet werden.

Wetschen - Von Heinrich Klöker. Die Ausweisung von neuen Baugrundstücken in der Gemeinde Wetschen rückt näher. Der Bau-, Wege-, Planungs- und Umweltausschuss der Kommune beschloss während seiner Sitzung am Mittwochabend im Gasthaus Recker die Bebauungpläne Nr. 18 „Am Reitplatz II“ und Nr. 19 „Klümoors Wiesen“ bei einer Enthaltung als Satzung. In der kommenden Woche befasst sich der Gemeinderat noch mit den Plänen.

Das Baugebiet „Klümoors Wiesen“, das sich südlich der Gemeindestraße „Am Reitplatz“ zwischen den Gemeindestraßen „Bultmannsort“ und „Am Hörenkamp“ befindet, umfasst eine Gesamtfläche von 21030 Quadratmetern. Hier entstehen 22 Baugrundstücke in drei Zeilen. Laut Gemeindedirektor Hartmut Bloch wird eine Erschließungsstraße mit Wendehammer errichtet. Vorgesehen ist zudem der Bau eines Regenrückhaltebeckens und die Anlage einer Grünzone.

In der Bauzeile an der Straße „Am Reitplatz“ gegenüber der vorhandenen Bebauung ist nur eingeschossige Bauweise zulässig, in den anderen beiden Zeilen sind auch zweigeschossige Häuser möglich. Die Grundstücke haben eine Größe von 700 bis 900 Quadratmetern.

Grundstücksgröße 700 bis 900 Quadratmeter

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 18 „Am Reitplatz II“ beträgt 7620 Quadratmeter und umfasst das Gebiet südlich der Straße „Am Reitplatz“ zwischen den Aufmündungen der „Ulmenstraße“ und „Kampstraße“. Hier sollen in einer Bauzeile sechs Grundstücke mit einer Größe zwischen 700 und 900 Quadratmetern entstehen.

Gegenüber der bestehenden Bebauung ist nur eingeschossige Bauweise möglich, im anderen Bereich auch zweigeschossige. „Das hat sich im Verfahren so ergeben. Zunächst wollten wir dort generell zweigeschossiges Bauen erlauben“, sagte Bloch.

Der Erschließungsaufwand sei durch die Lage direkt an der Straße „Am Reitplatz“ gleich null.

Für dieses Baugebiet, das den vorhandenen Siedlungsbereich abrunden soll, war eine Teillöschung des Landschaftsschutzgebietes (LSG) nötig. Ausschussmitglied Armin Kowalzik stellte Blochs Aussage in Frage, wonach keine weitere Entwicklung nach Süden Richtung des LSG erfolgen solle. Die Einschätzung des Gemeindedirektors sei für ihn eine „Momentaufnahme“.

Das LSG sei ein gewaltiges Areal und habe einen Schutzcharakter, sagte Bloch. Es bestünde allerdings ein himmelweiter Unterschied zu einem Naturschutzgebiet, schließlich würde in Landschaftsschutzgebieten intensivste Landwirtschaft betrieben. Ein Antrag auf eine weitere Teillöschung hätte beim Landkreis derzeit zudem keine Chance auf eine Mehrheit.

Laut Bloch gehört ferner eine Grünzone zu dem Baugebiet. Ein Regerückhaltebecken sei wegen des sehr leichten Bodens, in dem das Wasser versickern könne, nicht nötig.

„Wir befinden uns in Verzug und hätten mit den Planungen schon im Spätherbst 2014 fertig sein wollen“, äußerte Bloch. Der Grund für die sechsmonatige Verspätung: Das Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung wurde in Gänze wiederholt.

Beim ersten (wie auch beim zweiten) Verfahren hatte eine Anwohnerin aus der Nachbarschaft mehrere Einwendungen gegen die Pläne vorgebracht (wir berichteten). Unter anderem wurde moniert, dass die Planunterlagen nicht wie erforderlich zur Einsichtnahme vorgelegt worden seien.

Um zu vermeiden, dass durch diesen Umstand der Bebauungsplan nachträglich für nichtig erklärt wird, wiederholte die Gemeinde das Verfahren. „Aus Gründen der Rechtssicherheit“, erklärte der Gemeindedirektor.

Verwaltung: Bereits

einige Vormerkungen

Durch die nun erfolgende Siedlungsentwicklung Richtung Ortsrand sei der Flächenverbrauch relativ hoch, sagte Bloch. In der Ortslage seien allerdings diverse Flächen wegen Emissionen landwirtschaftlicher Betriebe nicht nutzbar. Die Bauleitplanung sei aber unerlässlich und erfreulich zugleich, weil sie die Zukunft der Gemeinde gestalte.

Von der Verwaltung war auf Anfrage zu hören, dass es für beide Baugebiete trotz noch nicht begonnener Vermarktung bereits einige Vormerkungen gebe.

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