Rat Barver bringt entsprechenden Plan auf den Weg/Duwenhorst dagegen

Mehrzweckhalle: Sanierung und Anbau im Jahr 2016

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Die Mehrzweckhalle in Barver wird im kommenden Jahr saniert und erhält einen Anbau.

Barver - Die Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle in Barver soll im kommenden Jahr entsprechend dem vom Architekten Bode vorgelegten Entwurf ausgeführt werden. Dies beschloss der Rat der Gemeinde am Montag im Gasthaus Schusterkrug bei einer Gegenstimme von Friedel Duwenhorst.

Es soll zudem ein Förderantrag über das Programm PFEIL (Richtline ZILE) gestellt werden. Dieser Antrag muss bis zum 30. September 2015 eingereicht sein.

Die EU-Kommission hat das neue ELER-Entwicklungsprogramm PFEIL angenommen und damit genehmigt. Mit diesem Programm werden in der EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 zahlreiche Maßnahmen in den ländlichen Räumen in Niedersachsen und ebenso in Bremen unterstützt. Finanziert wird das Programm aus Mitteln des europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums sowie nationalen Geldern des Bundes, der Länder und der kommunalen Ebene.

Ein Bauantrag soll zeitnah gestellt werden. Die erforderlichen Ausschreibungsverfahren sollen so bald als möglich, jedoch nicht bevor eine entsprechende Bewilligung vorliegt, durchgeführt werden.

„Neben der Flurbereinigung ist dies das größte Projekt, das wir in dieser Legislaturperiode in Barver vor der Brust haben“, betonte Gemeindedirektor Hartmut Bloch mit Blick auf das Investitionsvolumen von rund 750000 Euro. Dies sei aber eine sinnvolle Investition. Das Gebäude könne künftig als sogenanntes Dorfgemeinschaftshaus von sämtlichen ortsanansässigen Vereinen gemeinsam genutzt werden.

„Barver hat ein reges Vereinsleben und dieses Zentrum wird die Dorfgemeinschaft noch weiter beleben“, ist sich Bloch sicher. In den Gesprächen mit den Vereinen sei aber auch Übereinkunft erzielt worden, keine Nutzung für private Feiern zuzulassen. Diese sollten nach wie vor der heimischen Gastronomie überlassen werden.

Bei einem Paket von 750000 Euro sei die Gemeinde gut beraten, eine vernünftige Vorplanung zu haben. Bei der Finanzierung werde es entscheidend davon abhängig sein, welche Summe als förderfähig anerkannt werde. Wenn er sich die Liquidität Barvers anschaue, komme er zu dem Schluss, dass die Gemeinde nicht ganz ohne Kredite auskommen werde. Die Rahmenbedingungen seien aber gut.

„Ich kann dem Beschlussvorschlag nicht zustimmen. Ich finde die Vorgehensweise nicht in Ordnung. Mir fehlen die Einverständniserklärungen der Vereine, dass sie die Halle auch nutzen wollen“, begründete Friedel Duwenhorst seine ablehnende Haltung. Er stellte den Antrag, den Beschluss zurückzustellen. „Uns drängt ja nichts“, meinte er.

In den Vorstandssitzungen des Sportvereins sowie den Sitzungen des erweiterten Gremiums sei das Bauvorhaben stets thematisiert und damit die Mitglieder informiert worden, hielt Hans-Hermann Borggrefe, Vorsitzender des Sportvereins, dem entgegen. In der Mitgliederversammlung seien allerdings keine zusätzlichen Meinungen mehr eingeholt worden, räumte er ein.

Jens Ziegler, derzeitiger Leiter des Bauamtes, der am Montag noch einmal kurz die geplanten Baumaßnahmen erläuterte, erinnerte in diesem Zusammenhang an die beiden öffentlichen Informationsveranstaltungen im Oktober 2014 und April 2015 sowie die Ratssitzung im Dezember 2014, in denen ausführlich über die Planung diskutiert worden sei. Duwenhorsts Antrag wurde mit 8:1-Stimmen abgelehnt.

hwb

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