Archiv der Samtgemeinde beherbergt zahlreiche historische Kostbarkeiten

Einblick in die Rehdener Schatzkiste

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Samtgemeindearchivar Dieter Plaggemeyer hat am Computer den Turnerpass von Heinrich Sandmann aufgerufen.

Rehden - Von Marcel Jendrusch. Vor etwas mehr als einem Jahr, ebenfalls im September, wurde das Archiv der Samtgemeinde Rehden im ehemaligen Sportlerheim am Markt offiziell eingeweiht. Bei Kaffee und Kuchen hatte die Öffentlichkeit am „Tag des offenen Denkmals“ nun die Gelegenheit, das Archiv auch außerhalb der gewohnten Öffnungszeiten zu besuchen.

Zufrieden, ein Stück Kuchen in der Hand, schritt Samtgemeindearchivar Dieter Plaggemeyer durch die „heiligen Hallen“. Viele Leute waren gekommen, um einen Blick auf historische Dokumente, Fotos oder Zeitungsartikel zu werfen.

„Es freut mich, dass die Bürger so großes Interesse an der Geschichte der Gemeinde zeigen“, sagte Plaggemeyer, der das Archiv zusammen mit Klaus Meyer und Edeltraut Einert betreibt. Dass der Heimatverein seine Heimatstube gleich mit geöffnet hatte, freute ihn zusätzlich. „Das zieht auch nochmal Leute an.“

Die Tatsache, dass heutzutage überhaupt so viele Dokumente vorhanden sind, ist laut dem Archivar vor allem der Arbeit von Karl Warns, seinem Vorgänger, zu verdanken. Auf dem gesammelten „Schatz“ könne man nun aufbauen.

Das älteste Dokument im Archiv ist eine Schulchronik aus Wetschen von 1632. Zeugnislisten der ehemaligen Schulen aus Dickel und Hemsloh aus dem Jahr 1908 gehörten ebenfalls zu den Höhepunkten der Ausstellung.

Auch über den Turner Walter Steffens finden sich Unterlagen im Archiv. Der gebürtige Rehdener wurde 1936 Olympiasieger im Mehrkampf. Er galt in den 1930er-Jahren als einer der weltbesten Seitpferd-Turner.

Über die im Archiv ausgestellte Fahne des Gemischten Chors Rehden freuten sich auch Kurt Bothur, Ursel Sülzen, Waltraud Sommer und Liselotte Hafer. Sie gehörten bei der Neugrüdnung nach dem zweiten Weltkrieg zu den Mitgliedern der ersten Stunde.

Mehr als 6000 Datensätze lassen sich in dem von Klaus Meyer erstellten elektronischen Findbuch aufrufen. Dieter Plaggemeyer und seine Kollegen wünschen sich, dass das Archiv ständig erweitert wird. „Wer alte Bilder oder Dokumente zu Hause hat und sie vielleicht loswerden möchte, darf sich gerne bei uns melden“, sagt der Archivar. Das Archiv ist jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

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