Werner Gieseke 60 Jahre in der Feuerwehr

Alterskameraden kein altes Eisen

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Werner Gieseke aus Dickel (2.v.l.) ist seit 60 Jahren Mitglied der Feuerwehr. Dazu gratulierten (v.l.) Wilhelm Rempe, Günther Meyer, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Michael Mangels und Klaus Mangels.

Rehden - Sie müssen alle mindestens 63 Jahre alt sein, durften am Samstag aber trotzdem einen 30. Geburtstag feiern – nähmlich den des Kameradschaftsbunds ehemaliger aktiver Feuerwehrangehöriger der Samtgemeinde Rehden.

Nach ihrer Jahreshauptversammlung feierten die ehemaligen Feuerwehrleute mit Gästen, Ehepartnern und offiziellen Vertretern aus den Feuerwehren der Samtgemeinde sowie dem stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister Wilhelm Grelle ein Fest in der Mensa der Rehdener Oberschule.

Während die Alterskameraden zuvor die Regularien abgearbeitet hatten, hatten deren Partner im Nebenraum einen Film über Rehden geschaut, der vor 20 Jahren entstand war. Alle gemeinsam unterhielt dann der Kontaktbeamte Dirk Pistol von der Polizeiinspektion Diepholz mit seinen bunten Puppenfreunden aus der Stahlkiste zu Problemen aus dem Alltag von Senioren. Er berichtete vom Enkeltrick, der Butterfahrt mit Aussetzen auf der Autobahn und weiteren perfiden Tricks von Betrügern: humoristisch und nah am Adressaten.

Kameradschaft 1988 entstanden

1988 entstanden, habe die Kameradschaft der Feuerwehrleute bereits ihren 10., 20. und 25. Geburtstag gefeiert, erinnerte Klaus Mangels aus dem Vorstandsteam. Der Kreisverband habe den Stadt- und Gemeindefeuerwehren damals die Gründung eines Kameradschaftsbundes ehemaliger Aktiver empfohlen, mit dem Ziel der Pflege der Tradition des Feuerwehrwesens und Unterstützung bei der Weitergabe der kameradschaftlichen Verbundenheit an die nachfolgenden Generationen.

Gründungsmitglieder waren seinerzeit Heinrich Schmidt (Dickel), Ludwig Wiegmann, Wilhelm Rempe, Hermann Eggerking, Wilhelm Henke (alle Düversbruch), Konrad Kopmann, Helmut Imsande, Hermann Aufderhardt, Erfried Damm, Wilfried Niehaus (alle Hemsloh), Helmut Holt, Heinrich Johanning, Reiner Schmidt (alle Rehden), Fritz Weber, Werner Buldmann und Dieter Berg (alle Wetschen).

Helmut Holt und Konrad Kopmann hatten von 1988 bis 2006 der Vorstand gebildet, Josef Sülzen und Adolf Johanning folgten von 2006 bis 2015, und aktuell leiten Klaus Mangels, Wilhelm Rempe und Günther Meyer die Geschicke des Verbands.

Grelle bedankt sich für Erfahrung und Ideen

„Ihr seid eine gute Sache und überhaupt kein altes Eisen“, bekundete Rehdens stellvertretender Samtgemeindebürgermeister Wilhelm Grelle und meinte damit das anhaltende Interesse der Alterskameraden am aktuellen Geschehen in der Samtgemeinde und die Erfahrung und vielen guten Tipps, die die Älteren an die Jüngeren weitergeben. „Wie engagiert Ihr immer noch seid, zeigt der gute Besuch Eurer Jahreshauptversammlung.“

Wie wichtig eine gut funktionierende Feuerwehr in einer prosperierenden Samtgemeinde wie Rehden ist, verdeutlichte Grelle in seinem Überblick über die Entwicklung der Kommune und ihrer Mitgliedsgemeinden. „Auch wenn im Namen ,ehemaliger aktiver‘ steht, Ihr seid immer noch eine aktive Truppe“, lobte Grelle.

Wie aktiv die Kameradschaft ist, zeigte der Rückblick aufs vergangene Jahr: Fast in jedem Monat stand ein Termin für die Ehemaligen an mit Stichworten wie Fahrzeugübergabe, Wettbewerbe auf Gemeinde- und Kreisebene, Kreiszeltlager und Ausflügen. Wer weit weg wollte, konnte auf Kreisebene an einer Reise nach Andalusien teilnehmen.

Den Mitgliederbestand bezifferte der Vorstand auf 91. Eine besondere Ehrung konnte er ebenfalls aussprechen: Werner Gieseke aus Dickel ist seit 60 Jahren Teil der Feuerwehr. Die Wahlen ergaben ein Vorstandsteam mit Klaus Mangels, Wilhelm Rempe und Günther Meyer. Der Gemeindeverbandsausschuss setzt sich aus Klaus Mangels, Wilhelm Rempe und Fritz Blumberg zusammen.

sbb

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