„Fünfte Jahreszeit“ setzt Veranstaltungen in Rehden Krone auf

Allgemeine Freude: Der Markt boomt

Ute Mackenstedt (l.) ließ sich von Sabine Adams die Fadenspindel erklären.

Rehden - Von Horst Benker. „Der Markt boomt.“ Treffender als Thomas Poltrock von der Firma Bobrink gestern Nachmittag hätte es auch wohl kaum ein anderer ausdrücken können, was sich in den zurückliegenden drei Tagen auf dem Festgelände des Rehdener Herbstmarktes abspielte. Tausende Besucher aus nah und fern wollten sich dieses dritte Großereignis in Rehden nach dem Schützenfest und dem Kreiskönigstreffen nicht entgehen lassen. Die „fünfte Jahreszeit“ in der 2000-Seelen-Gemeinde ist ein Muss für Marktgänger und solche, die es werden wollen.

Bereits zur Eröffnung am Samstag füllten einige hundert Besucher das Festzelt bei der Begrüßung durch Bürgermeister Wilhelm Grelle. Vertreter aus Politik, Handwerk, Handel, Wirtschaft, Kirche und anderer Organisationen wohnten ihr bei. Und der Bürgermeister hatte nach wenigen Minuten die Lacher auf seiner Seite. Er begrüßte namentlich besonders den Ehrenbürgermeister der Gemeinde Wilhelm Grelle – er korrigierte sich allerdings schnell, meinte er doch Wilhelm Evers. „Das muss wohl an dem Bier gelegen haben, das ich noch nicht getrunken habe“, kriegte Grelle schnell die Kurve. Um allerdings wenig später erneut mit einem Versprecher aufzuwarten. Bei seinem Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer erwähnte er auch die Feuerwehr mit ihrem „Ortsbürgermeister Claus Mackenstedt an der Spitze“. Dies bemerkten aber nicht alle Anwesenden, Grelle selbst auch nicht, weshalb er die Lacher aus den Reihen der Feuerwehr nicht so recht verstand.

Sei's drum, Versprecher passieren und sind menschlich, auch bei einem Bürgermeister. Oder war hier in beiden Fällen der Wunsch Vater des Gedankens?

Wilhelm Grelle erinnerte daran, dass sich die Gemeinde vor 20 Jahren entschieden habe, dem damals kleinen Krammarkt eine Gewerbeschau anzugliedern. Mit Blick auf das jetzt Erreichte meinte er: „Ich bin froh, dass es so gekommen ist.“

„Ich bin stolz auf die Entwicklung unseres Marktes“, betonte auch Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor Hartmut Bloch. Er hob besonders die beeindruckende Qualität der Gewerbeschau hervor und unterstrich, dass auch das Außengelände ein Gewinn für den Markt sei. Landrat Cord Bockhop freute sich „über ein so großes Fest in unserer Region“. Märkte hätten eine hohe gesellschaftliche Bedeutung und für die demografische Entwicklung sei es eine Chance, „wenn auf unseren Dörfern solche Feste bestehen bleiben“.

Premiere hatte Andreas Hüsker als Auktionator bei der traditionellen Dorfauktion am Sonntag nach dem gut besuchten Gottesdienst mit Pastor Dimitri Schweitz. „Er hat seine Sache wirklich gut gemacht, denn alle 52 Gegenstände sind weggegangen“, resümierte der neue Marktmeister Bernd Hardemann. Letztendlich habe aber auch die gute Qualität der Auktionsstücke dazu beigetragen, dass alles „unter den Hammer kam“.

Rund 500 Senioren erfreuten sich am Sonntag an Kaffee und Kuchen und einem kurzweiligen Programm. Es wurde mitgesungen und geschunkelt zu den Klängen der „Wiesentaler Spitzbub'n“.

Allgemein gute Stimmung herrschte auch unter Besuchern und Ausstellern. „Der Sonnabend war nicht überlaufen, aber gut besucht und wir haben gute Gespräche geführt“, meinte Anke Eils vom gleichnamigen Motorradhandel. „Wir tätigen hier noch keine Abschlüsse, aber die Leute sind sehr interessiert“, wusste Margarete Schlick zu berichten, die am Sonntag den Stand der DümmerWeserlandTouristik betreute.

Rehdener Herbstmarkt

Dicht umlagert war stets der Stand des Heimatvereins Samtgemeinde Rehden. Dieser hatte sich die „Kunterbunte Wollspinnerey“ zur Verstärkung geholt. Vier Frauen in altdeutscher und mittelalterlicher Kleidung ließen die Spinnräder surren. „Die Leute sind begeistert“, freute sich Sabine Adams.

Nicht ganz zufrieden mit den Abendveranstaltungen war Festwirt Manfred Koch: „Die Stimmung unter den Gästen war gut, aber es hätten mehr sein dürfen.“

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