Quartett plant „Rock am Kellenberg“ mit AC/DC Tribute Band

21 Kanonen und der „Lila Bedford“

Wollen den Kellenberg rocken (v.l.): Lars Koopmann, Heinz Funke, Sabine Kanning und Gerald Funke. 
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Wollen den Kellenberg rocken (v.l.): Lars Koopmann, Heinz Funke, Sabine Kanning und Gerald Funke. Foto: Russ
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Hemsloh – Eine zwölf Meter breite Bühne, zwei Bands, 21 Kanonen – das sind die Hauptzutaten für eine rockige Reise in die Vergangenheit, die im September 2021 starten soll, die Organisatoren DJ Heinzi, Gerald Funke, Sabine Kanning und Lars Koopmann aber schon jetzt mächtig auf Trab hält.

Eigentlich hatte das Quartett sein Event „Rock am Kellenberg“ in Hemsloh schon für den kommenden September geplant, doch dann kam Corona. „Wir wollten das Konzert schon freiwillig absagen, als das offizielle Veranstaltungsverbot kam“, berichtet DJ Heinzi. Den Rückschlag nahmen die Vier gelassen und verschoben ihr Konzert kurzerhand um ein Jahr auf den 11. September 2021. Die gewonnene Zeit nutzen sie, um es noch besser zu machen. So konnten sie Dank des längeren Vorlaufs die AC/DC Tribute Band „We Salute You“ gewinnen. Für die vier Rock-Fans ist das ein Traum. „We Salute You“ sei keine einfache Cover-Band, betont Gerald Funke. „Die ahmen die Konzerte von AC/DC eins zu eins nach.“ Große Glocke über der Bühne und Kanonen inklusive. „Die Kanonen werden mit echten Pyros abgefeuert. Nur dafür ist extra ein Pyrotechniker vor Ort“, schwärmt DJ Heinzi, der bei dem Event für die Technik verantwortlich zeichnet, mit leuchtenden Augen. Vorband sind „The Travelling Stones“ aus Osnabrück. Sie haben die Organisatoren beim Stemweder Open Air gesehen und waren sofort begeistert.

Drittes Highlight ist der „Lila Bedford“, ein altes Armeefahrzeug, das sein Besitzer mit professioneller Ton- und Lichttechnik in eine spektakuläre mobile DJ-Bühne verwandelt hat. DJ Heinzi und seine Lebensgefährtin Sabine Kanning haben das skurrile Gefährt vor einigen Jahren auf einer Messe entdeckt. „Ich habe mich sofort verliebt“, erinnert sich Heinzi. Er und sein Kollege „Onkel David“ werden die Besucher darauf im Anschluss an die beiden Konzerte bis spät in die Nacht mit Rockklassikern und Progressive Rock der 60er- bis 80er-Jahre unterhalten. „Wer mich kennt weiß, dass da was passiert“, verspricht er.

Veranstaltungsort sind eine etwa 7000 Quadratmeter große Wiese hinter Utes Imbiss unweit der B��� 239 und der benachbarte alte Sportplatz. Der Landkreis Diepholz und die Polizei hätten den Bereich bereits begutachtet und ihr O.k. gegeben, berichtet Lars Koopmann, der sich unter anderem um die Logistik und Gastronomie kümmert. Denn etwas abseits der Bühne soll es einen Bereich mit Getränke-, Speise- und Verkaufsständen geben, in den sich die Besucher für einen ruhigen Moment zurückziehen können – quasi wie bei einem Mini-Festival. Bei den Anbietern wollen sie darauf achten, dass sie möglichst aus der Region kommen, sagt Sabine Kanning. Sie fungiert als Managerin, die dem Ganzen eine Struktur verleiht, wie es Funke beschreibt. Und sie konnte als Sängerin in einer Band hilfreiche Kontakte knüpfen.

Überschaubar soll das Event auf jeden Fall bleiben, auch wenn die vier Organisatoren noch jede Menge Ideen im Hinterkopf haben. Es soll eine kleine Reise in die Vergangenheit sein, auf die sie vor allem die Generation Ü50 mitnehmen möchten. Aber auch Jüngere sind natürlich willkommen. „Wir wollen einfach Spaß haben und eine gute Party feiern.“ Einen großen Gewinn zu erzielen, sei nicht das Ziel, betont Gerald Funke. „Wenn wir eine schwarze Null haben, sind wir glücklich.“ Dafür bräuchten sie etwa 1000 bis 1500 Besucher, schätzt er. Und die Unterstützung von Sponsoren. Viele Unternehmen aus der Region haben sie laut Funke, der sich um das Marketing kümmert, schon gewonnen, weitere sind sehr willkommen. Interessierte können sich bei ihm unter Telefon 05444/9949466 oder per E-Mail an geraldfunke@gmx.de melden.

Die Grundidee für das Event geht zurück auf eine Party in der Kaiserhalle in Wagenfeld im Jahr 2016, bei der in verschiedenen Bereichen verschiedene Musikstile zu ihrem Recht kamen, und den Wunsch, mal wieder eine richtige Party so wie früher in der eigenen Jugend zu feiern. Die heutige Jugend feiere anders, so Funke. Für ihn und seine Mitstreiter sei das nichts.

Obwohl die Vier mit dem aktuellen Event alle Hände voll zu tun, schweifen die Gedanken schon in die fernere Zukunft. Ist die Premiere ein Erfolg, könnte es im Jahr darauf weitergehen. Denn einen ganz großen Traum würden sich die Vier gerne noch erfüllen: die Simple Minds am Kellenberg.

Kartenvorverkauf

Der Kartenvorverkauf startet am 15. September. Tickets sind erhältlich unter www.deinetickets.de.

Der „Lila Bedford“, ein zu einer DJ-Bühne umgebautes altes Armeefahrzeug, ist eines der Highlights beim „Rock am Kellenberg“. Foto: Geord Feldbrügge

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