Ohrwürmer und kleine Wölfe

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Grundschüler aus Eydelstedt erscheinen als Rotkäppchen.

Diepholz - Von Helge Bredemeyer - „Ich bin der Ohrwurm“, singt der Grundschulchor aus Sulingen und zieht mit den Händen Kreise um den Kopf.

„Die lustigen Noten“, der Sulinger Kinder- und Jugendchor, behaupten, dass sie Lampenfieber haben, doch davon ist nichts zu spüren. Neun Kinderchöre haben beim 3. Niedersächsischen Regional-Kinderchorfestival die Bühne des Diepholzer Theaters erobert.

Das Niedersächsische Kinderchorfestival unter dem Motto „Kleine Leute – bunte Lieder“ war kein Wettbewerb, sondern eine offene und freiwillige Präsentation der Lieblingslieder aus dem aktuellen Programm der teilnehmenden Chöre.

Immerhin gibt es so viele Kinderchöre in Niedersachsen, dass für sie von Februar bis April insgesamt 24 Regionalfestivals organisiert worden sind.

Davon begeistert zeigte sich auch Musikschuldirektor Stephan Steinkühler, der die Kinder, ihre Chorleiter sowie die begleitenden Chorfans im Diepholzer Theater begrüßte.

„Was könnte denn noch schöner sein als Musik und Gesang?“, fragte der stellvertretende Landrat Werner Schneider und sprach vom Singen als einer Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden werde. Bürgermeister Thomas Schulze hieß die jungen Sängerinnen und Sänger in der Kreisstadt willkommen. Er hatte sichtlich Vergnügen am fröhlichen Chorgesang, stimmte mit ein in das gemeinsame Abschlusssingen und verhehlte nicht, dass er froh sei für jede Stunde, die Kinder singen und dadurch weniger am Computer verbringen würden.

Wohlgeordnet traten die in zwei Partien aufgeteilten Chöre vor ihr Publikum. Ihre Zusammengehörigkeit zeigten sie oft in gleichfarbigen T-Shirts. Der Chor der Grundschule Eydelstedt trug sogar kleine Requisiten mit nach vorn. Zu ihren „Zwei kleinen Wölfen“ traten drei Kinder als Rotkäppchen auf. Andere Chöre hatten Rhythmusinstrumente mitgebracht. Den Chor der Musikschule Vechta unterstützte eine Dschembe, eine afrikanische Trommel, beim Lied „Mamalige“ aus Afrika.

Flott und witzig trat der Chor der Grundschule Drebber auf. Ebenso der Bersenbrücker Kinderchor, der sich am Klavier begleiten ließ. Hier war die jüngste Sängerin gerade einmal fünf Jahre alt. Auf Englisch sang der Chor der Von-Sanden-Oberschule aus Lemförde „Marry you“ von Bruno Mars.

Zur zweiten Partie gehörten die Sulinger Chöre und der Schulchor vom Gymnasium Sottrum. Sie begeisterten das Publikum mit frechen Liedern wie „Küssen verboten“ von den „Prinzen“ und Rolf Zuckowskis Lied „Leben ist mehr“. Dabei gefiel ganz besonders die dazu exakt eingeübte Choreografie.

Überhaupt waren alle Vorträge von Bewegung geprägt. Allein die Osnabrücker Domkantorei verzichtete darauf, denn mit ihren mehrstimmigen, geistlichen Gesängen setzte sie zum Schluss einen anderen Schwerpunkt.

Alle Chöre verband das Singen gemeinsamer Lieder. Dazu animierte sie Stephan Steinkühler mit Instrumentalmusik durch Mitglieder aus dem Jugendkreisorchester. Für alle Chöre gab es Teilnahmeurkunden. Sie hoffen, zum großen Niedersächsischem Kinderchor-Schlussfestival eingeladen zu werden.

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