Sozialpädagogisches Zentrum nutzt bald auch Anbau / „IKEA“ spendet Spielecke

Räume für Mütter und Kinder

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In der gespendeten Spielecke (v.l.): Teamleiterin Andrea Chwialkowski mit Maxim und Lea, die zurzeit im SPZ wohnen, Ute Büsing, stellvertretende Filialleiterin von „IKEA“ in Brinkum und Rüdiger Scholz, Bereichsleiter Kinder- und Jugendhilfe von „Bethel im Norden“. ·

Sulingen - Der Anbau des Sozialpädagogischen Zentrums (SPZ) von „Bethel im Norden“ in Sulingen wird zurzeit umgebaut, finanziell unterstützt durch die Stiftung Bethel: „Wir entwickeln das Haus weiter“, sagt Rüdiger Scholz, Bereichsleiter der Kinder und Jugendhilfe. Die Arbeiten sollen Ende August abgeschlossen sein.

Seit vier Jahren wohnen hier vor allem Mütter, die Unterstützung bei ihrer Lebensgestaltung und der Erziehung brauchen, mit ihren Kindern: „Wir merken, dass das Jugendamt verstärkt dazu übergeht, die Kinder bei den Müttern zu belassen, statt sie gleich in eine Pflegefamilie zu geben“, stellt Andrea Chwialkowski, Erzieherin und Teamleiterin des SPZ, fest. Was Rüdiger Scholz – sofern es nicht um Gewalt oder sexuellen Missbrauch geht – für sehr sinnvoll hält, „es ist besser, zeitig stationär zu begleiten. Wir versuchen, die Mütter zu stabilisieren und ihnen Perspektiven aufzuzeigen.“

In 75 Prozent der Fälle könne so dauerhaft vermieden werden, dass die Kinder in Pflegefamilien kommen. Die Mütter und ihre Kinder sind in Zwei-Zimmer-Apartments untergebracht, „üben hier das selbstständige Leben“, erläutert Andrea Chwialkowski. „Wichtig ist, dass sie nicht das Gefühl haben, allein zu stehen. Wir sind da, beraten, betreuen zeitweise die Kinder.“ So wird den jüngeren Frauen ermöglicht, ihren Schulabschluss zu machen, ihre Ausbildung zu absolvieren. Allerdings seien es auch immer mehr ältere Frauen, die von der Jugendhilfe eigentlich nicht mehr erfasst werden, die Unterstützung brauchen, berichtet Rüdiger Scholz, teilweise auch mit mehr als einem Kind. Auch aus diesem Grund werden die Räumlichkeiten erweitert, bekommt der Anbau des Gebäudes einen flexiblen Zuschnitt.

Gut ins Konzept passe die Spende des „IKEA“-Möbelhauses Brinkum, dessen stellvertretende Leiterin Ute Büsing sich gestern zur offiziellen „Übergabe“ einfand: Eine der Mütter hatte erfahren, dass im Zuge der Umstrukturierung bei „IKEA“ eine Spielecke – mit „Hochebene“, Rutsche und „Ballhöhle“ – nicht mehr benötigt wird. Auf Anfrage erklärte sich die Geschäftsleitung gern bereit, sie dem Sozialpädagogischen Zentrum kostenlos zu überlassen. „Eine tolle Sache“, bedankt sich Rüdiger Scholz. „Unsere Arbeit wird über Entgelte unterstützt, aber Geld- oder auch Sachspenden sind sehr hilfreich, geben uns mehr Möglichkeiten, den Kindern etwas zu bieten.“ · ab

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