Arequipa-Basar am Syker Gymnasium: Veranstalter hoffen auf fünfstelligen Erlös für Casa Verde

Püppchen, Pölser, Paraffin

Syke - SYKE (nie) · Original peruanische Handarbeiten aus der Casa-Verde rückten beim Arequipa-Basar des Gymnasiums am Sonnabend ins Blickfeld der Besucherscharen. So waren zum Beispiel die farbenfrohen kleinen Fingerpüppchen und die nicht minder bunten Eierbecher ganz schnell vergriffen.

Studiendirektorin Dagmar Wilke, für die Koordination des Basars mit weihnachtlichem Flair zuständig, war ob dieser großen Nachfrage erfreut. Es lief überhaupt alles so richtig gut bei der Aktion für die Straßenkinder von Arequipa in Peru.

Nach der Eröffnung durch Schulleiter Claus-Dieter Lösche begann in den Räumen und auf den Fluren des Gymnasiums an unzähligen Ständen ein geschäftiges Treiben. Wer bei der Schokokussmaschine nicht aufpasste, dem flogen die leckere Schokoküsse nur so um die Ohren. Der Kunstleistungskurs bot beeindruckte Kalender an. Schülerin Miriam van der Wals freute sich, dass die Arbeiten – unter anderem auch Postkarten – so sehr gefragt waren. Es sei für die Straßenkinder und damit für einen sehr guten Zweck, machte sie den Betrachtern klar.

Nicht weit von der Kunst entfernt boten die Kinder der Klasse 5 d für 50 Cent Knusperhäuschen an. Und die bunten Plakate der Klasse 5 a mit dem Hinweis auf das Theaterstück „Die Rattenfänger von Hameln“ (Theatersaal war der Fahrradkeller) waren auch nicht zu übersehen. Gruselig soll es im „Haus des Schreckens“ bei der 5 c gewesen sein. Klassenlehrerin Valentina Parlow: „Das ist wie die Geisterbahn, fährt nur nicht.“

Wer sich über die Arbeit der Casa Verde informieren wollte, konnte sich dazu einen Film anschauen und Elternratsvorsitzenden Markus Lund ausfragen. Volker Nack, Leiter der Casa Verde, hatte im Oktober den Film und die Handarbeiten bei einem Besuch des Gymnasiums mitgebracht (wir berichteten). Markus Lund unterstrich: „Der Erlös aus unserem Basar macht einen großen Teil des Jahresetats für Casa Verde aus. Wir wünschen uns den Erlös des Vorjahres, nämlich rund 11 000 Euro.“

Vom Engagement der Schüler, die Hälfte der Klassen war dabei, zeigte er sich angetan. „Nicht zu vergessen die Unterstützung durch die Eltern, zum Beispiel beim Vorfertigen der hier angebotenen Speisen“, sagte er. In der Tat: Von der Waffel bis zum Liebesapfel, vom Pölser (Spezialität aus Nordländern) bis zum Kartoffelsalat gab es einfach alles.

Eine Wohltat für strapazierte Hände hatten die Kinder aus der 5 f parat: Ein Bad in Handparaffin für 3,50 Euro.

Zum Arequipa-Basar gehört auch traditionell ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm. Den musikalischen Teil gestalteten die Bläserklassen, die Profilklasse Musik (mit Händels  Menuett aus der Feuerwerksmusik) oder die Big Band des Gymnasiums. Im Musikraum II gab es Theaterszenen zu König Arthur zu sehen. An einer Eingangstür war unter den wichtigen Hinweisen für den Ablauf zu lesen: „Bitte mehrere Geld- kassetten und Wechselgeld mitbringen.“

Bleibt zu hoffen, dass die Geldkassetten für die Straßenkinder in Arequipa am Ende voll waren.

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