Unterhaltsame Show von „Hundeversteher“ Holger Schüler im ausverkauften Diepholzer Theater

Problem ist eigentlich der Mensch

Unterhaltsame Show rund um Probleme mit dem besten Freund des Menschen: „Hundeversteher“ Holger Schüler am Sonnabend auf der Bühne des ausverkauften Diepholzer Theaters.

Diepholz - (khw) · Wie vermutlich viele seiner Arbeitstage begann Holger Schülers Show „Menschen an der Leine“ am Sonnabend mit einem Anruf. „Herr Schüler, ich bin so verzweifelt. Der Hund macht mit mir, was er will.“ „Hundeversteher“ Schüler, der seit fast 20 Jahren mit Mensch und Hund arbeitet, hatte für ein ausverkauftes Diepholzer Theater gesorgt.

Bei einer kleinen Vorstellungsrunde und der Frage, ob es denn Probleme mit dem eigenen Hund gäbe, kam aus dem Publikum die vielsagende Antwort: „Jetzt nicht, jetzt ist er ja nicht hier.“

Mit viel Witz zeigte Holger Schüler, dass das Problem eigentlich der Mensch und nicht der Hund sei, und brachte viele Fallbeispiele aus seiner Arbeit als Hundeerziehungsberater mit, die jeden Hundebesitzer zustimmend nicken ließen. Sei es der Hund, der beim Geräusch der Klingel durchdreht oder sein Frauchen beim Spazierengehen ganz nach Belieben durch die Gegend schleift.

Schüler: „Wie viele Hundebesitzer stehen morgens besonders früh auf, um ja keinem anderen Hund zu begegnen?“

Allein durch die Auswahl des Hundes würde manch ein Herrchen oder Frauchen sich das Leben selbst schwer machen. „Ich empfehle Ihnen einen Border-Collie-Terrier-Mischling – von irgendwas muss man ja leben“, scherzte der Hundeversteher. Es sei wichtig, zu wissen, „was man da an der Leine hat.“ Sonst dürfe man sich über ausgeprägte Jagdtriebe oder Hüteverhalten nicht wundern.

Auch praktische Tipps kamen während der äußerst amüsanten Show nicht zu kurz. Für direkte Anschauungsarbeit hatte Schüler seine beiden Hunde „Falk“ und „Siska“ mitgebracht und zeigte, wie die Arbeit mit dem Hund gelingen und der vierbeinige Freund auf sinnvolle Weise durch Spiel oder Futter motiviert werden kann.

Die Bausteine einer guten Zusammenarbeit und der Bildung des Teams „auf sechs Pfoten“ seien Kommunikation, Konsequenz, Bindung, Aufmerksamkeit, Aktion-Reaktion. „Und vor allem Spaß.“ Zudem müsse der Hundehalter wissen, was er denn von seinem Hund erwartet. „Es geht nicht darum, ob der Hund im Bett liegt oder nicht. Es geht darum, ob wir das wollen oder nicht.“ Über Angewohnheiten sei eine Übereinkunft zu treffen – sonst mache der Hund schnell, was er wolle.

Dennoch appellierte Schüler auch an die Nachsichtigkeit der Hundehalter. „Wir sollten aufhören, immer alles so eng zu sehen“, erklärte Schüler, der gestehen muss, dass sein eigener Hund „Siska“ nicht davor zurückscheut, einem kleinen Mädchen die Wurst aus dem Brötchen zu klauen, wenn sich die Gelegenheit bietet. „Solche Sachen passieren eben und die hake ich ab mit: Amüsant.“

Wer nach der Show noch nicht genug hatte, der konnte sich im Foyer mit Büchern und DVDs zum Thema Hundeerziehung eindecken und sich diese vom Hundeerzieher selbst signieren lassen - so auch Heike Bandowsky und ihre Tochter Lea, die von der Show begeistert waren. „Er ist ja mit vollem Körpereinsatz dabei“, so die Hundebesitzerin aus Damme. „Ich finde es gut, wie er einem Sachen, die man eigentlich weiß, nocheinmal vor Augen führt. Das hat mir sehr gefallen.“

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