Ausstellungen im Haus Nienburger Straße 5 und im Cafe „Alte Posthalterei“

Polnische Künstler stellen sich vor

Gerd Harthus erläuterte die Arbeiten im Haus Nienburger Straße 5. ·
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Gerd Harthus erläuterte die Arbeiten im Haus Nienburger Straße 5. ·

Syke - Kontrastreich sind die Werke, die von den polnischen Künstlern Ewa Beata Bialecka, Zbigniew Smolinski und Pawel Wlodarski seit Sonntag im Haus Nienburger Straße 5 (VHS) und im Cafe „Alte Posthalterei“ ausgestellt werden.

Kontrastreich nicht allein vom unterschiedlichen Stil her. Deutlich werden beim Betrachten die grundverschiedenen Einstellungen der drei Künstler, die verschiedenen Generationen angehören.

Gerd Harthus (JazzFolkKlassik) stellte im VHS-Haus die Arbeiten von Smolinski und Bialecka vor.

Smolinski ist unter anderem mit einem Tryptichon (im Eigentum der Stadt Syke) vertreten. Er stellt dabei das Verhältnis Polens während und nach dem 2. Weltkrieg zum Nachbarland Deutschland äußerst kritisch dar.

Man könnte es als eine Art Generalabrechnung mit dem Nachbarland deuten. Ein Thema, das im Bewusstsein des Künstlers eine besondere Rolle spielt.

Der Pole ist über die Grenzen seiner Heimat hinaus ein anerkannter Maler, der das Spiel der Farben liebt, surrealistische Züge auslebt und der Fantasie freien Lauf lässt. Er malt überwiegend in Öl. Lebendig schilderte Harthus das Wirken Smolinskis, der 1993 bei den Weihnachtlichen Kulturtagen in Syke zu Gast war.

Das Gros der ausgestellten Bilder stammt von Ewa Beata Bialecka (1991 als Stadtmalerin in Syke, damals noch Ewa Beata Olsza). Ihre Arbeiten, darunter norddeutsche Landschaften, stammen aus dem Besitz der Stadt und sind Leihgaben von Wilhelm Schnier.

Harthus wies auf den künstlerischen Wandel der Malerin seit 1991 hin, von der Abstraktion zum Gegenständlichen. Im Kreativraum wird eine Dia- Schau mit Bildern von ihr gezeigt, die auf eine gereifte Künstlerin weisen.

Im „Cafe Alte Posthalterei“ erläuterte Suse Laue, Vorsitzende des Freundeskreises Syke-Wrabzezno, Werke des jungen polnischen Malers Pawl Wlodorski (18) aus Wabrzezno.

Sie schilderte den jungen Mann als einen Nachwuchskünstler, der noch dabei sei, sich zu finden. Er probiere verschiedene Techniken und Farbspielereien aus. Seine Bilder im Café zeigen, dass er mutig mit Farben umzugehen weiß, Kontraste liebt und auslebt. Suse Laue: „Er kennt die Grenzen zwischen den Ländern nicht mehr und schaut in die Zukunft.“ · nie

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