Große Teile des Barrier Seniorenheims sollen bis Ende 2013 abgerissen und neu gebaut werden

DRK plant Multimillionenprojekt

Syke - SYKE (mwa) · Mehr als sechs  Millionen Euro will das Deutsche Rote Kreuz in den nächsten drei Jahren in  Barrien investieren. Bedeutende Teile des DRK-Seniorenheims an der Barrier Straße sollen abgerissen und neu gebaut werden.

Das bestätigte gestern der Aufsichtsratsvorsitzende des DRK-Kreisverbands Diepholz Dierk Jobmann bei einem Pressegespräch.

Der größte Teil der jetzigen Anlage steht damit vor dem Abriss. Die Gebäudesubstanz geht auf drei Epochen zurück: Der älteste Teil ist die ehemalige Villa des Bremer Bierbrauers Brand von 1928. Sie bleibt äußerlich komplett erhalten. Der größte Gebäudetrakt wurde 1958 gebaut. Dieser Komplex bedürfte dringend einer energetischen Sanierung. „Es hat sich jedoch gezeigt: Das wäre unwirtschaftlich“, so Dierk Jobmann. „Dächer, Fenster und Fassaden zu dämmen, wäre aufwändiger und teurer als ein Neubau.“ Daher habe sich der DRK-Kreisverband zum „großen Wurf“ entschlossen und einen Neubau konzipiert.

Geplanter Beginn für den Abriss des ersten Abschnitts ist bereits im Frühjahr 2011. Der letzte Neubauabschnitt soll Ende 2012 stehen. 2013 folgt dann die Sanierung des bisher neusten Trakts aus den 1990er-Jahren.

„Wenn das alles so durchkommt, wie wir das planen, wird das ein sehr modernes Haus“, wertet Heimleiter Klaus Richter. Die mehrjährige Bautätigkeit sieht er dabei als verhältnismäßig unproblematisch an. „Vom ersten Bauabschnitt sind zehn Personen betroffen, die intern umziehen müssen“, erklärt er. Das DRK will zu diesem Zweck mehrere Mobilbau-Wohnungen von Bruchhausen-Vilsen nach Barrien bringen. „Der Neubau wird dann dreistöckig. Das heißt, es gibt mehr Platz. Wenn der erste Bauabschnitt fertig ist, können die Bewohner aus den Mobilbauten in den Neubau ziehen, wohin auch die Bewohner des zweiten Abschnitts umquartiert  werden. Insgesamt plant das DRK mit einer Investition von rund 6,2 Millionen Euro, voll finanziert über ein zinsvergünstigtes Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). „Das DRK hat für solche Sachen keine Rücklagen“, sagt Dierk  Jobmann.

Unter anderem ist das auch eine Investition in den Komfort der Heimbewohner. Denn die Belegungszahl des Seniorenheims ändert sich nur geringfügig von jetzt 105 auf dann 135 Personen. Da die Gebäude aber künftig drei statt zwei Ebenen haben, gibt es für alles deutlich mehr Platz.

Beispielsweise gibt es bisher weitaus mehr Doppel- als Einzelzimmer. Nach der Sanierung kehrt sich dieses Verhältnis um in 80 Prozent Einzelzimmer und 20 Prozent Doppelzimmer.

Müssen sich bisher stellenweise zwei Zimmer ein Bad „teilen“, hat künftig jedes Zimmer sein eigenes behindertengerecht ausgebautes Bad. Außerdem entstehen mit dem Neubau insgesamt drei Wohngruppen für jeweils zehn bis zwölf Personen. Jeder hat zwar sein eigenes Zimmer, die Gruppe teilt sich insgesamt aber einen großen Wohn- und Aufenthaltsbereich mit Esszimmer. Diese Wohngruppen erhalten auch eigene Küchen.

Tüpfelchen auf dem i: Strom und Wärme bezieht das Seniorenheim zukünftig aus einem eigenen Blockheizkraftwerk, das am nördlichen Ende des Neubautrakts errichtet wird.

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