Modernes Orchester verzauberte am Sonnabend mit Musik aus Märchen und Legenden / Von Ali Baba bis zu Huckleberry Finn

„Piraten“ entführten die Dirigentin von der Bühne weg

Das Moderne Orchester beim Jahreskonzert im Syker Theater.

Syke - (nie) · In ein geheimnisvolles Reich von Märchen, Sagen und Legenden entführte das Moderne Orchester bei seinem 15. Jahreskonzert am Sonnabend seine große  Fangemeinde.

Gespickt voller fantasiereicher Überraschungen bot das Orchester unter seiner bestens aufgelegten Dirigentin Sabine Rosenbrock im Theater einen unvergesslichen Abend. Lang anhaltender Beifall am Ende belohnte Dirigentin und Orchester für einen starken Auftritt.

Nicht zu vergessen die kleinen Mitwirkenden, die zur zauberhaften Atmosphäre beitrugen. Auch sie bekamen Applaus. Besonders als sie als Piraten verkleidet, zur Filmmusik von „Fluch der Karibik“, die Dirigentin fesselten und von der Bühne entführten.

Auch der kleine „Huck“ erfreute das Publikum. Der saß am Bühnenrand mit ausgeworfener Angel und lauschte dem Orchester, das die musikalische Variation der Mark-Twain-Novelle von Huckleberry Finn und seinem Freund Tom Sawyer spielte. Komponist Franco Cesarini führt mit seiner viersätzigen Suite in die Zeit des 19. Jahrhunderts nach Amerika.

Einen passenden Blickfang zum Geschehen bot das Bühnenbild beim musikalischen Vortrag zu Ali Baba und seinen 40 Räubern – über einigen Orchestermitgliedern schwebten Krummsäbel. In dem Werk waren Elemente aus orientalischer Musikkultur nicht zu überhören. Es prickelte auf der Haut, als beispielsweise in einem Satz ein Sandsturm nach Noten durch den Theatersaal fegte.

Mit den musikalischen Fabeln und Fantasiegeschichten des belgischen Komponisten Willy Fransen führte das Orchester in die Fabel- und Märchen-Welt ein.

Seine Vielfalt demonstrierte das Orchester beim Soundtrack des Komponisten Michael Giacchino aus dem Disney-Zeichentrickfilm „Die Unglaublichen“.

Ein Erlebnis wurde „Rapunzel“. Michael Güntner-Borstel (Radio Bremen) las das Märchen in einer Kurzfassung vor. Das Orchester stimmte die vier Teile der vom Belgier Bert Appermort komponierten Musik dazu an. Ein harmonisches Duett von Musik und Wort.

Mit Christian Sander führte ein Moderator durch die Veranstaltung, der auch die Zeit gekonnt überbrückte – kurzfristig schienen die Lichtquellen wie verzaubert zu sein. Bürgermeister Dr. Harald Behrens und dessen Schatzkiste kündigte er locker an: „Wir sehen gleich den Märchenprinzen aus dem Rathaus.“ Der Bürgermeister packte aus seiner angeblich im Rathaus entdeckten Schatzkiste unter anderem Sterntaler und ein Getränk namens Rotkäppchen aus. Dirigentin Sabine Rosenbrock bezeichnete er als eine „Märchenprinzessin“.

Dass das Moderne Orchester qualitätsvolle Nachwuchsarbeit leistet, bewiesen die Jüngsten aus dem Vororchester. Sie präsentierten bravourös die facettenreiche Vertonung der „Legende von Excalibur“ und den flotten Discotitel  „Funkytown“ von Steven Greenberg. Auch sie hatten sich den herzlichen Beifall mehr als verdient.

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