AWG Bassum und Gemeinde Stuhr vereinbaren Kooperation bei der Gras- und Laubannahme / Kommune zahlt 3 000 Euro

Ein Pilotprojekt für den Landkreis

Bürgermeister Cord Bockhop (r.) und AWG-Chef Andreas Nieweler vereinbaren eine Zusammenarbeit.

Stuhr - HEILIGENRODE (sie) · Das Schild von der Grünabfall-Sammelstelle an der Biogas-Anlage in Heiligenrode ist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Denn dort kann man noch lesen, dass kein Rasenschnitt abgegeben werden darf und dass die Laubannahme kostenpflichtig ist. Künftig ändert sich dies.

Zwar dauert der Sommer noch an, doch in spätestens einem Monat beginnen Laubbäume, ihre Blätter abzuwerfen. Gerade das Laub von Bäumen der Gemeinde Stuhr habe in der Vergangenheit immer wieder für erhitzte Gemüter gesorgt, berichtet Bürgermeister Cord Bockhop – besonders, wenn Bürger ihrer Räumpflicht auf öffentlichen Wegen nachkommen und das Laub entfernen müssen.

Zwar schätzen die Bürger die Bäume entlang der Straßen und sind bereit, die Blätter aufzusammeln und einzutüten. Was ist aber, wenn die eigene Bio-Tonne das Volumen nicht aufnehmen kann und man den Haufen nicht über mehrere Abfuhrtermine abtragen möchte? Oder der Misthaufen fehlt, den es früher auf den Bauernhöfen gab? Man kann das Laub abfahren oder in Säcke befüllen. In beiden Fällen mussten Bürger für die Entsorgung bisher in die eigene Geldbörse greifen.

Mit dem Kooperationsvertrag zwischen der Gemeinde Stuhr und der „AbfallWirtschaftsGesellschaft“ (AWG) ändert sich dies. Ab morgen wird nur Laub und Gras zu den üblichen Öffnungszeiten bis zum Jahresende kostenlos auf drei von vier Grünabfallsammelstellen in der Gemeinde Stuhr angenommen. Dafür zahlt die Gemeinde Stuhr einen Betrag von 3 000 Euro an die AWG. Sollte das Projekt in der Bevölkerung gut ankommen, wäre es, laut Bockhop, ein Pilotprojekt für den Landkreis. Denn im Kreis gebe es insgesamt 35 Sammelstellen, die die AWG in Zusammenarbeit mit den Maschinenringen eingerichtet hat. Betreiber sind Landwirte, die den Grünabfall zu den Öffnungszeiten kostenpflichtig annehmen.

„Durch eine Trennung der verschiedenen Grünabfall-Arten soll eine noch bessere Grünabfall-Verwertung ermöglicht werden“, wünscht sich AWG-Chef Andreas Nieweler. Nicht ausgeschlossen sei es, dass Teile des angelieferten Materials für die nahe gelegene Biogas-Anlage verwendet werden. „Technisch machbar ist das“, hieß es. Um den Holzanteil künftig als Energieträger besser verwerten zu können, werden die Bürger gebeten, Baum- und Strauchschnitt getrennt von Laub und Gras anzuliefern. Um umweltschädliche Silage-Sickersäfte zu vermeiden, sollen die Bürger an der Anlage in Heiligenrode, die neuen Schilder zu beachten. Denn Grasschnitt darf nur auf einem befestigten Untergrund aufgeschichtet werden.

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