Sulingen: Ratsmitglieder werfen Verwaltung Planungsfehler vor

Philharmonie, Flughafen: „Jeder hat so ein Ding“

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Erst im Sommer 2010 feierlich eröffnet – und heute schon zu klein: Der Krippenanbau der städtischen Kindertagesstätte „Ratz und Rübe“. Ratsmitglieder werfen heute der Verwaltung Planungsfehler vor. ·

Sulingen - Der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen der Stadt Sulingen hat dem Verwaltungsausschuss empfohlen, den Entwurf des Haushaltes 2014 an den Rat zur Beschlussempfehlung durchzureichen. Allerdings nicht ohne Kritik: 215000 Euro, die im Investitionsprogramm für bauliche Maßnahmen an Kindertagesstätten ausgewiesen sind, sorgen für Unmut in den politischen Gremien.

Konkret will die Verwaltung für den Umbau der Kindertagesstätte „Weltentdecker“ in Klein Lessen 90 000 Euro nachlegen, 125  000 Euro in weitere Um- und Anbauten der Kindertagesstätte „Ratz und Rübe“ am Promenadenweg investieren.

Ratsmitglied Walter Legler von der Gruppe „Legler  / FDP“ im Rat der Stadt Sulingen wittert hinter beiden Maßnahmen die Folgen von Planungsfehlern, verursacht durch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Wie die Ausschussmitglieder am Montag in öffentlicher Sitzung verlauten ließen, seien die Arbeiten in der Kindertagesstätte in Klein Lessen ins Stocken geraten, nachdem in den Planungen nachgebessert werden musste und die im Haushalt 2013 zur Verfügung gestellten 150 000 Euro nicht mehr ausreichten. „Da wurden elementare Dinge schlichtweg vergessen“, wetterte SPD-Ratsfrau Elisabeth Wamhoff.

Walter Legler fühlt sich von der Verwaltung unter Druck gesetzt: „Mittlerweile geht es hier anscheinend nach dem Motto: Entweder ihr stimmt zu – oder der Bau steht still.“

Kritik übten Legler und Wamhoff genauso an den Planungen für Maßnahmen an der Kindertagesstätte „Ratz und Rübe“. Erst im Sommer 2010 war in einem Anbau die Krippe in Betrieb genommen worden. Legler: „Ich verstehe nicht, warum man heute feststellt, dass man mehr Platz braucht. Das hätte man von Beginn an bei den Planungen berücksichtigen können.“ Und: „Wenn in Zukunft weiter solche Planungsfehler auftreten, bin ich nicht bereit nachzubessern.“

Elisabeth Wamhoff wagte sogar Vergleiche mit der Hamburger Elb-Philharmonie beziehungsweise mit dem Berliner Hauptstadt-Flughafen. „Jeder hat so ein Ding.“

Bürgermeister Dirk Rauschkolb versuchte die Wogen, die in öffentlicher Sitzung ausbrachen, zu glätten, verwies auf die angespannte Personal-Situation im Fachbereich Planung und Bau. „Wir werden reagieren und versuchen, die Mitarbeiter zu entlasten.“ Was Sozialdemokratin Elisabeth Wamhoff nur zum Teil gelten ließ: „Das können wir nicht so weitermachen. Unsere Aufgabe als Rat ist, solche Dinge hartnäckig kritisch zu hinterfragen. Und das werden wir auch weiter tun.“ · oti

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