Diskussion nach Dorfmarkt-Schließung

Patenschaften übernehmen

Stuhr - FAHRENHORST · Eine gewisse Ratlosigkeit hat sich beim jüngsten Treffen der Fahrenhorster Runde am Mittwoch im Gasthaus „Zur Linde“ breit gemacht. Mit der Schließung des Dorfmarktes an der Hauptstraße gibt es in dem Stuhrer Ortsteil keinen Supermarkt mehr. Zu wenige hätten dort eingekauft, deswegen habe Inhaber Marco Pahl schließen müssen.

Jutta Fortmann, selbst 30 Jahre lang Betreiberin eines Lebensmittelmarktes in Bremen, bestätigte, dass er rund einen Monatsumsatz von etwa 30 000 Euro gebraucht hätte, um überleben zu können. Sie empfahl, erst einmal Patenschaften zu übernehmen, um älteren Leuten, die nicht über ein eigenes Fahrzeug verfügten, mit Fahrgemeinschaften die Möglichkeit zu verschaffen, ihren täglichen Bedarf zu decken. Hermann Mennecke betonte, dass es wichtig sei, mit der Bäckerei wenigstens einen Einzelhändler in Fahrenhorst zu behalten.

In diesem Zusammenhang solle man überlegen, den Übergang über die B 51 in Höhe der Bäckerei sicherer zu gestalten, damit beispielsweise auch Kinder problemlos auf die andere Straßenseite gelangen könnten. „Man könnte den Übergang farblich hervorheben und die Seiten bepflanzen, um den Verkehr langsamer zu machen.“

Darüber will die nächsten Gesprächsrunde am 24. April mit Hartmut Martens, dem Fachbereichsleiter Verkehr, Ordnung und Soziales, im Rathaus diskutieren. Um eine Nachfolge für den Dorfmarkt zu schaffen, diskutierten die Anwesenden ein Genossenschaftsmodell, in dem sich die Einwohner selbst engagieren sollten. Hierzu will die Runde Informationen einholen.

Lilja Helms vom Seniorenservicebüro Stuhr/Weyhe empfahl eine Fragebogenaktion, um die Wünsche der Fahrenhorster zu ermitteln. „Damit können wir herausfiltern, welche Angebote gefordert werden und ob man dann auch tatsächlich bereit ist, in Fahrenhorst einzukaufen“, sagte Helms. Der Fragebogen könne erst einmal dem Flyer „Fahrenhorster Bote“ beigelegt werden, „aber dann sollte man die Einwohner direkt befragen, um die unterschiedlichen Modelle zu erklären“, so Helms. Die Runde gründete einen Ausschuss, der sich kurzfristig mit der Gestaltung des Fragebogens beschäftigen soll.

„Es muss jetzt etwas passieren, in einem halben Jahr hat sich jeder eine Alternative gesucht“, sagte Edmund Maas vom Seniorenbeirat der Gemeinde Stuhr. · bos

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