Pacht an Flächeneigentümer gezahlt

3,7 Millionen Euro für Windmüller

Landkreis Diepholz - Die Windenergie ist zu einem wichtigen Wertschöpfungsfaktor in der Region geworden. Vor allem im Landkreis Diepholz: „2014 wurden für die im Landkreis Diepholz installierten 340 Windenergieanlagen etwa 3,7 Millionen Euro Pacht an Flächeneigentümer gezahlt“, geht aus einer Pressemitteilung des Kirchdorfer Unternehmens Westwind-Energy hervor.

„Hieraus ergibt sich neben einer Stärkung der regionalen Kaufkraft ein signifikanter Anstieg der Einkommensteuer-Einnahmen sowie ein erhöhtes Gewerbesteuereinkommen“, heißt es darin weiter.

Zugleich stehen die Windparkprojekte für den Umstieg auf eine umwelt- und klimaschonende Stromversorgung der Region. Das belegt Westwind Energy mit Zahlen aus der Internet-Präsentation energy map. Demnach speisen allein die installierten Windenergieanlagen im Landkreis Diepholz jährlich 1070440000 Megawattstunden (MWh) Energie in das Stromnetz ein – etwa zwei Drittel des Gesamtstromverbrauchs im Landkreis Diepholz (1586582 MWh).

Bundesweit biete die Windenergie bereits 138000 Menschen einen zukunftsfähigen Arbeitsplatz. „Sie sorgt für einen jährlichen Bruttowertschöpfungseffekt von 14,5 Milliarden Euro und liefert zehn Prozent des insgesamt benötigten Stroms in Deutschland“, heißt es in der Pressemitteilung.

Davon würden Kommunen und letztendlich auch Bürger durch steigende Steuereinnahmen profitieren: „So hat das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung für 2012 ermittelt, dass sich die Steuern an die Kommunen durch die Windenergienutzung auf 468 Millionen Euro beliefen.“ 2010 seien es noch 227 Millionen Euro gewesen. Auch im Landkreis Diepholz sei es das Ziel der Planer, Projektentwickler und Betreiber von Windenergieanlagen, nachhaltig Wertschöpfung für die Region zu generieren: „Das erreichen wir nicht allein durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern unter anderem durch Pachtzahlungen an die Grundstückseigentümer.“ Bürger könnten vor Ort Einfluss nehmen, zum Beispiel durch Mitsprache bei der Planung oder auch als Mitglied einer Energie-Genossenschaft. Die Planungshoheit obliege den Kommunen, dem Bau einer Anlage würden jahrelange Planungs- und Abstimmungsverfahren vorausgehen: „Eine ausführliche Standortanalyse überprüft zudem die Mindestabstände zu Wohngebieten und Straßen, Natur- und Landschaftsschutzgebieten, Gewässern sowie zu denkmalgeschützten Bauwerken.“

Bürger können sich in Planungsverfahren einbringen und gegebenenfalls ihre Bedenken äußern, ebenso sogenannte Träger öffentlicher Belange wie die Naturschutzverbände: „Eine Genehmigung kann verweigert oder unter Auflagen erteilt werden, wenn zum Beispiel zu schützende Vogelarten wie der Rotmilan oder der Schwarzstorch vor Ort gesichtet wurden.

Bedeutende Schutz- und Rastgebiete bleiben bei der Wahl der Windstandorte ohnehin grundsätzlich außen vor.“ Auch würden mit der Errichtung der Windenergieanlagen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen veranlasst.

Rubriklistenbild: © dpa

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