Organisatoren ändern Streckenabschnitt

Rallye vor Haustür: Anlieger protestieren

Sulingen/Asendorf - Von Anke Seidel. Die einen schätzen den faszinierenden Motorsport, die anderen wehren sich gegen Rennwagen direkt vor ihrer Haustür: Die ADAC Mobil Pegasus Rallye im Sulinger Land, eine der zwölf großen Motorsportveranstaltungen dieser Art in Deutschland, sorgt für Konflikte.

Rund 20 Bürger aus dem Bereich Asendorf/Kuhlenkamp haben sich mit einer Unterschriftenliste dagegen zur Wehr gesetzt, dass die Straße direkt vor ihrer Haustür einen Tag lang für die Rallye gesperrt wird. Ihr Protest hat Erfolg: „Der Streckenabschnitt in diesem Bereich ist aus der Planung genommen worden“, bestätigt Wolfgang Nogga als Leiter des Landkreis-Fachdienstes Bürgerservice und Straßenverkehrswesen auf Anfrage.

Argumentiert hatten die Anwohner aus Asendorf/Kuhlenkamp mit der Brut- und Setzzeit. Die Kinderstube in der Natur würde durch rasende Autos gestört, so die Bürger: „Hunde müssen an die Leine – Rennwagen nicht?“

Den Organisatoren sei es enorm wichtig, Konflikte möglichst schon im Vorfeld der Rallye auszuräumen, erklärt Heinfried Leymann als Öffentlichkeitsreferent der Pegasus-Rallye auf Anfrage. Weil sich in Asendorf/Kuhlenkamp schon vor geraumer Zeit Probleme für einen Betrieb abgezeichnet hätten, sei der Streckenabschnitt längst aus der Planung genommen worden: „Die dort geplante Wertungsprüfung findet jetzt in Steyerberg statt“, sagt Leymann.

101 Starter aus neun verschiedenen Ländern – darunter die Niederlande, Dänemark und Neuseeland – erwarten die Organisatoren am Freitag, 1. Mai, zur insgesamt 28. Auflage der ADAC Mobil Pegasus Rallye im Sulinger Land. Weil diese Rallye zu den insgesamt zwölf Läufen für die Deutsche Meisterschaft gehört, sind auch deutsche Meister darunter.

Insgesamt 550 Helfer sind laut Heinfried Leymann bei dieser Großveranstaltung im Einsatz, die über eine Strecke von 130 Kilometern durch das Sulinger Land und den Landkreis Nienburg führt.

Länger als ein halbes Jahr dauern die Vorbereitungen für die Rallye, die ein ehrenamtliches Team engagierter Lokalmatadoren organisiert: „Wir fühlen uns verpflichtet, was zu machen für die Region“, sagt Heinfried Leymann – und betont den direkten Kontakt zu den Anwohnern an den Streckenabschnitten: „Das Informationsschreiben bringen wir den Anliegern persönlich vorbei.“ Dabei sei schnell klar, wer die Rallye begrüße, wer sie dulde und wer sie ablehne. Im letzteren Fall würden Alternativen für die Strecken erarbeitet. Gab es bisher Proteste gegen die Pegasus-Rallye? „Im großen Stil nicht“, sagt Leymann.

Selbstverständlich würde bei der Festlegung der Wertungsabschnitte und der damit verbundenen Straßensperrungen berücksichtigt, wenn beispielsweise ein Pflegedienst ein bestimmtes Anwesen erreichen müsse.

Grundsätzlich, so der Öffentlichkeitsreferent, sei die Rallye eine wichtige Veranstaltung und ein Publikumsmagnet für die Region Sulingen: „Die Stadt und der Bürgermeister stehen dahinter.“ Auch mit allen anderen Bürgermeistern würden im Vorfeld Gespräche geführt.

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