„Freundschaftliches Gespräch“ zwischen CDU-Politikern und dem Landvolk

Offene Worteund Emotionen

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CDU- und Landvolk-Vertreter trafen sich mit Clemens große Macke (r.) zum freundschaftlichen Gespräch in Sulingen.

Sulingen - Wenn Clemens große Macke über Landwirtschaft redet, dann stellt diese kein Problem dar, hat scheinbar keine Probleme, denn: „Wenn es ein Problem gibt, stelle ich mir als Landwirt die Frage, wie ich es lösen kann.“ Pragmatismus in der Politik, das gefällt nicht jedem. Deutliche Worte fielen gestern Morgen im „freundschaftlichen Gespräch“ zwischen Landvolkvertretern und CDU-Politikern.

Adolf Oehlmann, Vorstandsmitglied im Landvolk-Kreisverband, nutzte die Chance, sich bei MdL Karl-Heinz Klare persönlich in einer Sache zu beschweren. Und Theo Runge, neuer Landvolk-Präsident, erklärte, man sei zwar nach wie vor der Meinung, dass die CDU die Interessen der Landwirte vertrete. Doch wenn ein Thema durch Politik angeschoben werde und die Landwirte es umsetzen, käme es, wie bei der Biogasentwicklung, mitunter zu unglaublichen Verwerfungen. „Da hätte man früher gegensteuern können“, klagt Runge.

Es klingt durch, dass Landvolk-Vertreter und CDU-Politiker, neben Klare die Landtagskollegen Clemens große Macke und Karsten Heineking, Landtagskandidat Volker Meyer und Lutz Imhof, agrarpolitischer Sprecher der CDU im Landkreis Diepholz, ein emotionales Gespräch führten. Doch große Macke, von Herzen „Landwirt mit Öko-Hühnerbetrieb“ (und agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion) kennt die „politischen Hahnenkämpfe“ – und spart sie sich. Vereinbart wurde, „mehr miteinander zu kommunizieren“, nichts Neues für große Macke, „das haben wir schon vereinbart, als ich noch in der Landjugend war.“ Am Herzen liegt ihm, dass der Landwirt von seiner Arbeit leben kann. Als Produzenten müssten sie sich auch hinterfragen lassen: „Ist das alles gesund?“ Wenn es krank mache, müsse man das abstellen. Große Macke betont auch: „99,9 Prozent dessen, was produziert wird, ist gesund.“ Zwei Dinge, „die ich besser machen will“ stehen für ihn täglich auf dem Programm, denn „Gesundheit kann der Verbraucher erwarten“. Thema Nachhaltigkeitsstrategie: „Wenn wir Defizite haben, müssen wir darüber reden.“ Innovative Wege gehen, Forschungen beachten, von der Natur lernen: Große Macke sieht den Landwirt als Unternehmer, mit stetig steigendem Anteil an Dokumentationsaufgaben. Und er warnt: „Jeder zusätzliche Erlass fördert den Strukturwandel.“ Interessant zu wissen wäre, wieviele Landwirte es große Macke gleichtun und für „den Schreibkram“ eine geeignete Kraft beauftragen.

Wilhelm Bergmann, Landvolk-Geschäftsführer, mahnte, dass in Diskussionen Argumente „fernab der Praxis“ ausgetauscht würden. Clemens große Macke forderte ergebnisoffene Diskussionen: „Die Landwirte hätten lieber ordentliche Preise für ihre Produkte statt am Tropf der Subventionen zu hängen.“ n sis

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