Erdgasleitung soll nun zur B6 weitergeführt werden / „Zeitlich voll im Soll“

„Offene Querung“ der Syker Straße abgeschlossen

Etwa eineinhalb Meter verläuft die neue Erdgasleitung unter der Syker Straße. ·
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Etwa eineinhalb Meter verläuft die neue Erdgasleitung unter der Syker Straße. ·

Syke - Von Dennis SchottEin inzwischen wieder geteerter, knapp zwei Meter langer Abschnitt wird das Letzte bleiben, was nach den Bauarbeiten auf der Syker Straße an die unterirdische Verlegung der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL) erinnert.

Die zu diesem Zweck nötigen Bauarbeiten verlaufen nach Plan und werden aller Voraussicht nach am Freitag abgeschlossen sein, wie Antje Knollmann, Pressesprecherin des Auftraggebers „wingas“, gestern bestätigte. Das Aufreißen der Syker Straße, im Fachjargon offene Querung genannt, und die dadurch verursachte Vollsperrung für insgesamt drei Tage sei im so genannten Planfeststellungsverfahren gewollt gewesen. „Das wurde damals so entschieden“, sagt Knollmann und verweist auf den überschaubaren Verkehr.

Was nicht heißt, dass diese Art der Rohrverlegung ein überall verwendbares Patent ist. Zumal als nächstes die Querung der Bundesstraße 6 bevorsteht.

„Nach den Arbeiten an der Syker Straße ist die Verbindung zur B 6 geschafft“, erklärte Knollmann. Aber diese offen zu bewerkstelligen, würde ein mittelgroßes Verkehrschaos nach sich ziehen.

„Nein“, versichert die „wingas“-Sprecherin, „bei größeren Verkehrsaufkommen, wie zum Beispiel Bundesstraßen oder Autobahnen, werden die Straßen geschlossen gequert“, so Knollmann.

Die 440 Kilometer lange Erdgasleitung wird die „Nord Stream“ wie die ebenfalls im Bau befindliche Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung (OPAL) mit dem bestehenden europäischen Erdgasleitungssystem verbinden.

Risikofaktor bleibt

einzig das Wetter

Die Leitungstrasse führt dabei von der Ostsee aus an Schwerin und Hamburg vorbei bis nach Rehden.

Die baulichen Maßnahmen begannen im März, eine Inbetriebnahme soll im Herbst erfolgen. Nachdem die Syker Straße durchbohrt worden ist, soll die Verbindung zur Bundesstraße gewährleistet werden. Derzeit seien von „wingas“ beauftragte Firmen damit beschäftigt, die einzelnen, rund 1,40 Meter durchmessenden Rohrelemente aneinander zu schweißen. „Wir liegen zeitlich gesehen sehr gut im Rennen“, sagt Knollmann. Das gelte auch für die am Freitag für abgeschlossen erklärte Baustelle an der Syker Straße.

Einziger Risikofaktor bleibt das Wetter. Durch den starken Regen sei der Untergrund derart aufgeweicht, dass er für die schweren Maschinen nicht geeignet ist. Nur das würde einen vorläufigen Baustopp zur Folge haben.

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