Weyher Mark Bredemeyer stellt neues Buch vor / „Grüne Guerilla Fraktion“ kommt im März

Ökoterror vor der eigenen Haustür

Mark Bredemeyer hinterfragt in seinem jüngsten Werk „Grüne Guerilla Fraktion“ Fracking-Bohrungen und unternehmerische Profitgier. Zuvor war der „Runenzeit“-Autor im Fantasy-Genre unterwegs. ·
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Mark Bredemeyer hinterfragt in seinem jüngsten Werk „Grüne Guerilla Fraktion“ Fracking-Bohrungen und unternehmerische Profitgier. Zuvor war der „Runenzeit“-Autor im Fantasy-Genre unterwegs. ·

Von Katrin KösterWEYHE / OLDENBURG · Kann ein wertvolles Naturschutzgebiet aus reiner Profitgier der Politik verwüstet werden? Ja, es kann. Im neuen Thriller des Weyher Autoren Mark Bredemeyer geschieht genau das. Dabei schreckt ein großer Gasförderer weder vor unausgereiften Bohrmethoden noch vor Menschenleben zurück.

„Grüne Guerilla Fraktion“ heißt das rund 560 Seiten starke Buch Bredemeyers, das der Dresdener Verlag Editia im März bei der Leipziger Buchmesse präsentieren will. Für sein Buch mischt der 42-Jährige immer wieder gekonnt fiktive Elemente mit harten Fakten – bevorzugt aus der Region.

Die Geschichte dreht sich um den internationalen Gasförderer „ARC“, der Fracking-Bohrungen mit allen Mitteln im Hasbruch, einem Laubwaldrevier zwischen Delmenhorst und Oldenburg, durchsetzen will. Dafür soll selbst die mehr als 1 000 Jahre alte Friederiken-Eiche weichen.

Die Brüder Lennart und Niklas stellen sich jedoch gegen die Pläne der Landesregierung und des mächtigen Konzerns. Während einer Demonstration besetzen sie mit anderen Umweltaktivisten – darunter zwei geheimnisvolle Pygmäen – das Gebiet. Als die Polizei hart durchgreift, eskaliert die Situation allerdings. Niklas stirbt. Daraufhin schlägt Lennart zurück, der Konzern will Tatsachen schaffen – und so nimmt die Katastrophe ihren Lauf.

Den realen Hintergrund entdeckte Bredemeyer bei seinen Recherchen quasi direkt vor den Diepholzer Haustüren. „Ich beobachte die Fracking-Bohrungen hier mit großer Sorge“, sagt er mit Blick auf entsprechende Aktivitäten der Wintershall in Barnstorf, Weyhe oder auch im Kreis Rotenburg. „Es ist doch eine relativ neue Technologie, die in den USA schon riesige Schäden angerichtet hat“, sagt der Weyher. „Da kommt Gift in den Boden rein, und keiner weiß, was drin ist. Dann kommt mit dem Lagerstättenwasser auch etwas wieder heraus, bei dem wieder keiner weiß, was drin ist. Das finde ich bedenklich“, betont der Autor. Die Hasbrucher Friederiken-Eiche in seinem Thriller ist ein weiterer Bezug zu Bredemeyers Heimat. „Auch hier vor meiner Haustür geht der Waldabbau immer weiter, zum Beispiel im Warwer Sand oder dem Waldgebiet bei Stuhr-Fahrenhorst“, weiß der Naturfreund. Zugleich sieht er Ökoterrorismus aber auch als ein globales Thema, das ihm am Herzen liegt: „Wir rauben uns Stück für Stück die letzten verbliebenen Ressourcen, mit denen wir eigentlich pfleglich umgehen sollten“, mahnt der Weyher.

Die „Grüne Guerilla Fraktion“ ist für zwölf Euro vorbestellbar unter

http://www.editia.de

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