Aber nicht Titel sei wichtig, sondern Inhalt und Bildung

Obermeister für Oberschule

Jens Leßmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (l.), und Heinz-Hermann Hansemann (rechts), deren Vorsitzender, begrüßten Karl-Heinz Klare, den bildungspolisischen Sprecher der CDU im Landtag, zu einem Referat über die geplante Oberschule.

DIEPHOLZ/NIENBURG (gru) · Grundsätzlich begrüßen die Obermeister die neue Oberschule. Aber nicht der Titel sei entscheidend, sondern Inhalt und Bildung: Das stellten die Obermeister in der Kreishandwerkerschaft Diepholz/Nienburg am Montag im „Neuloher Hof“ in Marklohe klar.

Um über die neu geplante, mögliche Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen zu informieren, war Karl-Heinz Klare als bildungspolitischer Sprecher der CDU im Landtag zur Handwerker-Spitze gekommen.

Nach seinem ausführlichen Referat diskutierten die Obermeister der Innungen mit dem Politiker. „Als Hauptproblem bei den Hauptschülern sahen wir bisher die fehlende Allgemeinbildung und problematische Sozialkompetenzen durch fehlende Rückendeckung seitens der Eltern“, fasste Jens Leßmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, die Sichtweise der Obermeister anschließend zusammen. Deshalb „kommt es nicht darauf an, wie man die neue Schule nennt“, so Leßmann. Wichtig sei, dass neben einem gewissen „Druck auf die Eltern“ vor allem die Klassen kleiner würden und die sozialpädagogische Betreuung besser.

Die beiden letztgenannten Punkte hatte Klare in seinem Referat für die neue Oberschule avisiert. Konkret beantworten konnte er dagegen nicht die Frage, ob die berufliche Orientierung der Hauptschulen in dem Maße erhalten bleiben wird, wie sie derzeit vorhanden ist. „Das wäre uns wichtig“, sagte Leßmann. Denn das Gros der Auszubildenden im Handwerk komme nun mal aus der Hauptschule.

Allgemein wurde das Konzept der Oberschule positiv von den Obermeistern aufgenommen, die ihre Augen vor dem anstehenden demografischen Wandel nicht verschließen wollten. Allerdings pochten sie darauf, dass die jetzt in den Hauptschulen positive Vorbereitung auf den Beruf bestehen bleiben müsse „und sich nicht an das Niveau der Realschule anpasst“, wandte Leßmann ein.

Neben Klares Auführungen stand der Bericht von Kreishandwerksmeister Heinz-Hermann Hansemann auf der Tagesordnung. Er nannte die aktuellen Auszubildenden-Zahlen, die deutlich gestiegen sind: Im Landkreis Diepholz lernen derzeit 395 Jugendliche ein Handwerk (gegenüber 345 im Jahr 2009). Von 227 im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Azubis im Landkreis Nienburg auf derzeit 233. „Auch im vergangenen Jahr war das Niveau schon sehr hoch“, bilanzierte Leßmann. Deshalb bedankte sich Hansemann bei den Betrieben, die eine weitere Steigerung ermöglicht hatten.

Dazu beigetragen haben dürfte laut Leßmann der Geschäftsklima-Index, mit dem die Landkreise Diepholz und Nienburg „an der Spitze“ liegen würden: „Über 70 Prozent der Betriebe schätzen die wirtschaftliche Lage gut ein“, fasste der Geschäftsführer zusammen.

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