Keime im Flüchtlingsheim

Nordkreis - Von Andreas Hapke. In einer Flüchtlingsunterkunft in einer Gemeinde des Nordkreises Diepholz haben sich zwei Kinder mit Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA), auch „Krankenhaus-Bakterien“ genannt, infiziert.

Der Vorfall hatte sich in der vergangenen Woche ereignet, wie der Erste Kreisrat Wolfram van Lessen am Donnerstag auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte. Den genauen Standort der betroffenen Unterkunft nannte er nicht. Da es sich bei MRSA um eine ansteckende Krankheit handele, sei sofort „das ganze Programm angelaufen“, sagte van Lessen.

Demnach ist die vierköpfige Familie zur Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus gekommen. Die übrigen beiden Mitglieder seien jedoch negativ getestet worden. Laut van Lessen hat einer der beiden erkrankten Sprösslinge bereits wieder gesund die Klinik verlassen, das andere Kind befinde sich noch in Behandlung.

Die übrigen Bewohner der Unterkunft seien ebenfalls untersucht worden. „Bis auf zwei, die untergetaucht sind“, sagte der Erste Kreisrat. Bei keinem weiteren Flüchtling habe eine Infektion mit MRSA festgestellt werden können. „Eine Gefährdung für die Allgemeinheit besteht nicht“, betonte van Lessen.

Gerüchte, wonach ein Bewohner in der Unterkunft an Tuberkulose gestorben sein soll, treffen nach Auskunft von van Lessen nicht zu.

Laut www.infektionsschutz.de kommen MRSA auf der Haut von vielen gesunden Menschen vor, ohne ihn krank zu machen. Erst wenn diese Bakterien über Wunden oder durch Schleimhäute in den Körper gelangen, kann eine Infektion ausbrechen. Da MRSA gegen viele Antibiotika unempfindlich sind, kann die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen.

Rubriklistenbild: © dpa

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