Nutzerzahlen in einigen Städten verdoppelt

Viele Flüchtlinge nutzen Angebot der Tafeln

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Tafel-Mitarbeiter Peter Rademacher zeigt was in einem Korb für eine Bedarfsgemeinschaft drin ist. 

Hannover - Die Tafeln in Niedersachsen und Bremen versorgen immer mehr Flüchtlinge mit Lebensmitteln.

Insgesamt hat sich die Zahl der Nutzer durch den Zustrom der Flüchtlinge deutlich erhöht, in einigen Städten sogar verdoppelt, sagte der Vorsitzende des Landesverbands der Tafeln in Niedersachsen und Bremen, Karl-Heinz Krüger. Als der Zuzug vor rund einem Jahr sehr stark war, habe es Probleme mit Lebensmitteln und der Verständigung gegeben. Manche Flüchtlinge hätten auch ein Anspruchsdenken gehabt, da sie nicht wussten, dass die Tafeln ehrenamtlich arbeiten. "Mittlerweile ist aber eine Routine eingetreten", betonte Krüger.

Tafeln verteilen Lebensmittel an Menschen, die nachweisen können, dass sie Sozialleistungen wie etwa Hartz IV oder Bafög beziehen. Die erste Tafel wurde 1993 in Berlin eingerichtet, inzwischen gibt es bundesweit mehr als 900 solcher Organisationen, rund 100 davon in Niedersachsen. Die Tafeln erhalten von Herstellern, Supermärkten oder Restaurants Lebensmittel, die noch gut verwendbar sind, aber nicht mehr verkauft werden können, etwa weil das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist oder die Backwaren vom Vortag sind.

dpa

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