Lemmermann überrascht: Leester Rettungswache an Feiertagen nicht immer mit Notarzt besetzt

Nicht präsent, aber verfügbar

Viele Patienten wählen für die hausärztliche Versorgung an Feiertagen auch die Rettungsnummer 112.

Weyhe - LEESTE (pk) · Der Weihnachtsbesuch in der Leester DRK-Rettungswache am Morgen des 24. Dezembers barg für Bürgermeister Frank Lemmermann eine Überraschung: Ab mittags und am ersten Weihnachtstag würde kein Notarzt vor Ort sein. „Ich bin davon ausgegangen, dass da immer einer ist“, sagt der Weyher Verwaltungschef.

DRK-Kreisvorsitzender Dierk Jobmann bestätigt, was Lemmermann festgestellt hat. An Tagen wie Weihnachten sei nicht unbedingt ein Notarzt in der Wache am Henry-Wetjen-Platz. Gleichwohl stehe immer einer zur Verfügung, betont Jobmann. Das DRK organisiert für den Landkreis den Rettungsdienst.

Innerhalb von wenigen Minuten würde der Rettungsassistent den Mediziner „unterm Tannenbaum wegholen“ können. In Stuhr und Weyhe gebe es mehrere Ärzte, die ins Bereitschaftssystem integriert seien, das Dr. Andreas Callies, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, organisiert. Außerdem gebe es dank des ärztlichen Praxisleiters Dr. Andreas Schreckenberg in Leeste gute Kontakte zum Bremer Krankenhaus Links der Weser. Auch von dort seien Notärzte verfügbar, beteuert Jobmann. Und vom Süden her gebe es eine Bereitschaft über das Krankenhaus St. Ansgar in Bassum.

Im Kreis Diepholz sei die Versorgung allenfalls in Wagenfeld und Rehden problematisch, wo zwar Ärzte, aber eben keine Notärzte die Versorgung sicherstellten. Doch dafür sei der Landkreis verantwortlich.

Der ehrenamtliche DRK-Chef Jobmann sieht jedoch Schwierigkeiten um Weihnachten und Neujahr herum, wenn die Bürger den Rettungsdienst für die hausärztliche Versorgung in Anspruch nehmen würden. Die Hausärzte führen an solchen Tagen nicht raus zu den Patienten. Wenn Oma Frieda über eine mögliche Lungenentzündung klage, würde eben auch die 112 gewählt. Und dann könne es unter Umständen zu einer Vakanz kommen.

Aber auch dieses Problem liege nicht im Verantwortungsbereich des Rotkreuz-Rettungsdienstes.

Grundsätzlich sei also die notärztliche Versorgung sichergestellt. Eine 24-Stunden-Präsenz sei ohnehin zu teuer: „Das bezahlen die Krankenkassen nicht.“

Genau das erwartet aber Bürgermeister Lemmermann von den Kassen. „Die müssen das bezahlen. Das ist mein Anspruch.“ Der Weyher Rathausboss sieht Gesprächsbedarf. Er will in Kürze zusammen mit seinem Stuhrer Amtskollegen Cord Bockhop mit den Verantwortlichen sprechen und dabei das ganze Themenpaket Rettungsdienst, Notarztpräsenz und mögliche Verlegung der Rettungswache nach Erichshof aufgreifen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Was Hobbyköche über die Schwarzwurzel wissen sollten

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

Bin ich gegen Corona immun? Jetzt mit dem Corona-Antikörper-Selbsttest herausfinden

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Meistgelesene Artikel

Der K70 vom Ätna: Andreas Kernke aus Drebber holt Volkswagen-Klassiker eigenhändig von Sizilien ab

Der K70 vom Ätna: Andreas Kernke aus Drebber holt Volkswagen-Klassiker eigenhändig von Sizilien ab

Der K70 vom Ätna: Andreas Kernke aus Drebber holt Volkswagen-Klassiker eigenhändig von Sizilien ab
5 D: Rettung für Schweinehalter?

5 D: Rettung für Schweinehalter?

5 D: Rettung für Schweinehalter?
Dem Hospiz „Zugvogel“ in Sulingen helfen von nah und fern

Dem Hospiz „Zugvogel“ in Sulingen helfen von nah und fern

Dem Hospiz „Zugvogel“ in Sulingen helfen von nah und fern
Austritt wegen 2G im Diepholzer Theater: „Missbillige diese Art der Ausgrenzung“

Austritt wegen 2G im Diepholzer Theater: „Missbillige diese Art der Ausgrenzung“

Austritt wegen 2G im Diepholzer Theater: „Missbillige diese Art der Ausgrenzung“

Kommentare