Axel Kühner referierte beim Frühstücks-Treffen für Frauen / Rückblick auf 20-jährige Geschichte

„Nicht auf Kosten anderer leben“

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Anne-Christine Gaehler (vorne links) war die Moderatorin und Axel Kühner (vorne Mitte) der Referent des 45. Frühstücks-Treffens für Frauen im „Haus Herrenweide“ in Diepholz.

Diepholz (hb) · Ohne Schnörkel auf den Punkt zu kommen, ist eine hohe Kunst. Aber genau die beherrscht Axel Kühner.

Der ehemalige Sulinger Pastor, heute Ruheständler in Kassel, wusste den 70 Frauen und Männern beim neuen Abendforum am Freitag und den 180 Gästen beim 45. Frühstücks-Treffen für Frauen am Sonnabend im „Haus Herrenweide“ ohne Umschweife zu sagen, worauf es ankommt: Nicht jeden Tag nach noch „höher, weiter und besser“ gieren, sondern sich als Ziel des Lebens setzen, es überlegt, maß- und wertvoll zu gestalten.

Am Sonnabend herrschte genauso große Konzentration wie am Abend vorher. „Man hätte eine Stecknadel fallen hören können“, sagte die Leitende des Trägerkreises für die Frühstücks-Treffen in der Region Diepholz, Anne-Christine Gaehler. Sie war bei beiden Veranstaltungen die Moderatorin, blickte bei der Begrüßung auf den Start im Hotel Lohaus in Sankt Hülfe im Herbst 1989 zurück, streifte einige Höhepunkte und verwies auf die Bilderbuchstory aller 45 Treffen im Foyer.

„Im Mittelpunkt stand für uns immer die Gemeinschaft christlicher Frauen aus verschiedenen Gemeinden, die ganz nach der Idee der Gründerin, Barbara Jakobs aus der Schweiz, die Themen des täglichen Lebens mit Frauen überdenken wollten. Und das in Bezug auf das Leben mit Gott. Auf diesen Maßstab kam es ihnen immer an“, erklärte Gaehler. Egal ob es Erziehungs-, Beziehungs- oder auch praktische Themen seien, es gebe keine Tabuthemen.

Woran das tägliche Leben hängt und woran es gemessen ist, wusste Axel Kühner in seinem Vortrag überzeugend darzustellen. Und er wünschte der Gesellschaft ernsthaft, dass nicht Begierde, Unmäßigkeit und Egoismus das Leben beherrschen sollten. Dabei verwies er auf die Verantwortung der Politiker, Banker und Wirtschaftsbosse. Jeden Tag nur daran zu denken, „Ich will alles – man gönnt sich ja sonst nichts“, wie das Thema des Tages lautete, mache den Nächsten nieder und verrohe das Leben. Der Referent machte Mut, dem Trend entgegen zu treten und eben nicht auf Kosten anderer zu leben, die Ego-Kultur zu pflegen und in Maßlosigkeit zu verfallen. Ein Anspruch, der von Gott gestellt werde und die Menschen vor Schaden bewahre.

Alle Zuhörer konnten in dieser Atmosphäre nachempfinden, dass hier auch der Schlüssel lag, 20 Jahre lang in 45 Treffen immer großen Zuspruch ihrer Arbeit gefunden zu haben. Bei manchen Treffen drohte der Saal aus allen Nähten zu platzen, wenn beispielsweise 230 Frauen zu Gast waren. Letztendlich konnten mehr als 8 000 Gäste begrüßt werden. Und dazu gab es stets eine Kinderbetreuung. Dieses Mal wieder mit Christine Czirjak und Thomas Tietz. Niemals fehlte eine musikalische Begleitung wie jetzt mit Tabea Suckut und Sebastian Zedler. Harald Gaehler war für die Technik verantwortlich, und die große Trägerkreisgruppe hatte unter sich die Arbeit der Dekoration, des Büchertisches, der Vorbereitungstreffen, des Anspiels und aller anfallenden Aufgaben aufgeteilt. Es war der Moderatorin ein großes Anliegen, auch dem Wirte-Ehepaar Dusanca und Djoko Eric für die freundschaftliche Unterstützung zu danken. „Und es geht weiter“, hieß es zum Abschied. Am 27. Februar 2010 lautet das Thema: „Kronprinz oder Nesthäkchen – wie die Familie unseren Charakter prägt.“

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