Genehmigungsplanung für Klinik steht

Ein neues „U“ für die Somatik

BASSUM/LANDKREIS (sdl) · Die Genehmigungsplanung steht: Jetzt kann der Erweiterungsbau des Krankenhauses in Bassum in das Genehmigungsverfahren gehen, dessen erste Station der Krankenhaus-Planungsausschuss ist. 24,4 Mio Euro sind für den U-förmigen Erweiterungsbau für die Somatik veranschlagt. Den ersten Spatenstich würden die Geschäftsführer Ralf Gronemeyer und Thomas Pilz gern im Frühsommer 2010 setzen.

Beide sind zuversichtlich, weil die Planung im engen Dialog mit der Oberfinanzdirektion entstanden ist. 2011 soll der Anbau, der 28 000 Kubikmeter umbauten Raum umfasst, fertiggestellt sein. Danach soll die Umstrukturierung des Altbaues beginnen.

„Es muss eine zeitgemäße Krankenhausstruktur entstehen“, begründen Gronemeyer und Pilz den An- und Umbau. Zurzeit gebe es in Bassum, der größten Klinik im St. Ansgar-Verbund, viel zu wenig Platz für die Diagnostik, für Aufnahmen und die Trennung der Bereiche. Das Haus sei einst für eine völlig andere medizinische Struktur gebaut worden, blicken die Geschäftsführer auf radikale Veränderungen im Gesundheitswesen. Die Pläne für den somatischen Neubau sind also ganz auf medizinische Anforderungen der Zukunft zugeschnitten.

2013, so der Wunsch der Geschäftsführer, sollen somatischer An- und Umbau fertiggestellt sein – aber auch der Neubau der Psychiatrie gegenüber der Straße „Zur Stiftseiche“. Dieses etwa 16 Mio Euro umfassende Bauprojekt steckt noch in den Anfängen: „Die Diskussion mit der Oberfinanzdirektion hat begonnen.“ Der aktuelle Planentwurf sieht eine Kammstruktur mit vier „Zinken“ (zwei Stationen, Tagesklinik und Psychosomatik) vor. „Das wäre eine Möglichkeit und ist zurzeit in der Diskussion“, so Gronemeyer und Pilz.

Ein unterirdischer Gang soll die Psychiatrie und die Somatik miteinander verbinden. Das abschüssige Krankenhaus-Gelände stellt dabei besondere Anforderungen an den U-förmigen Anbau. Die Lösung: Eine Baukonstruktion auf Ständern, die – bis auf den Wirtschaftshof – offenen Raum und Ausbaureserven lässt.

Den Notfall-Ambulanzen will der Klinikverbund buchstäblich mehr Raum geben und den bisherigen Bereich im Erdgeschoss des Altbaus erweitern. Dort wird auch die Diagnostik untergebracht. Außerdem im Erdgeschoss: Zwei interdisziplinäre Stationen – eine im Anbau für die Aufnahme und eine für das Bauchzentrum im Altbau.

Die Eingangshalle bleibt Dreh- und Angelpunkt, „sie wird sogar noch vergrößert und gestärkt“, so Ralf Gronemeyer. Das Café wird allerdings in das Untergeschoss Richtung Anbau verlegt, das wegen dem abschüssigen Gelände wie ein Erdgeschoss wirkt, große Fenster hat und in einem Innenhof liegt: Es wird von der U-förmigen Struktur umschlossen. Die heutigen Caféräume werden umgewandelt in Sprechzimmer mit Praxen-Charakter für planbare Operationen.

Der Aufzug im Altbau-Erdgeschoss bleibt erhalten. Hinzu kommen zwei neue an den Seiten des Neubaus.

Das Krankenhaus Bassum ist künftig Hauptlaborstandort des Klinikverbundes. Bisher im Altbau nahe der Notfallambulanz untergebracht, bekommt es neue Räume im Untergeschoss. Die Küche bleibt unangetastet. „Sie reicht für die Somatik und die Psychiatrie“, so die Geschäftsführer.

Eine Intensivstation mit zehn Betten (bisher sechs) und 14 Intermediate-Care-Betten (intensive Überwachungspflege) entstehen im ersten Obergeschoss. „Damit sind wir für die Zukunft gerüstet“, blickt Ralf Gronemeyer auf den demografischen Wandel. Künftig verfügt das Krankenhaus über fünf statt vier OP-Säle. Vor allem die logistischen Abläufe sollen entschieden verbessert werden.

Die drei Kreißsäle des Krankenhauses (in OP-Nähe) sollen deutlich mehr Komfort erhalten. Die gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung wird von 18 auf 32 Betten aufgestockt. Ein zweites Obergeschoss hat nur der Altbau. Dort bleiben die Strukturen im Wesentlichen erhalten, die plastische und die allgemeine Chirurgie sind hier untergebracht.

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