Gebäude für 19 000 Euro saniert / Eingangspforte zum Ort

Neues Dach für alten Schafstall

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Wieder ein Hingucker: der alte Stall. ·

Martfeld - Wer aus Richtung Schwarme nach Martfeld kommt, dem dürfte es sofort auffallen: Der alte Schafstall am Ortseingang hat ein neues Dach. Auch die hölzernen Pferdeköpfe haben Facharbeiter saniert. 19 000 Euro kosteten die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude laut Besitzer Heinrich Thiermann, ein Viertel davon übernahm das Land Niedersachsen im Rahmen der Dorferneuerung.

Wann genau der alte Stall entstanden ist, ist nach Angaben von Rathaus-Mitarbeiterin Christa Gluschak nicht dokumentiert. Wilfried Nordbruch vom Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Martfeld schätzt die Bauzeit auf die Jahrhundert-Wende: Um 1900 sei das Gebäude als Schafstall genutzt worden.

Gut sieben Jahrzehnte später war der Zustand so schlecht, dass die Martfelder über einen Abriss nachdachten. Der HVV beschloss jedoch 1977 zusammen mit dem Gemeinderat und dem damaligen Eigentümer Heiner Schwecke, den Bau zu erhalten. Anfang der 90er-Jahre standen erneut Reparaturen am Strohdach an – der Heimatverein stellte diesmal allein das notwendige Geld zur Verfügung.

Nun war das Gebäude wieder baufällig: In den vergangenen Jahren diskutierten Gemeinde und HVV, wer sich darum in welcher Form kümmern sollte. Schließlich willigte Thiermann ein, die Finanzierung zu übernehmen. Der Landwirt aus Kirchdorf hat das Gebäude vor drei Jahren gekauft. „Der Stall ist eine Eingangspforte zum Dorf und hat eine Schlüsselfunktion“, sagt er. „Wir bauen Spargel, Erdbeeren und Heidelbeeren an. Es sieht blöd aus, wenn neben den Feldern ein schäbiger Schafstall steht.“

Um die Richtlinien des Denkmalschutzes zu erfüllen, beauftragte Thiermann die Fachfirma Brünjes aus Worpswede mit den Arbeiten. Sie sorgte in den vergangenen Tagen dafür, das Gebäude an der Bremer Straße wieder zu einem Hingucker im positiven Sinn zu machen.

Und was passiert jetzt mit dem frisch renovierten Stall? Thiermann möchte dort im Winter landwirtschaftliche Geräte unterstellen. Außerdem kann er sich vorstellen, der Gemeinde den Bau zur Nutzung zu überlassen – zum Beispiel für geschichtliche Ausstellungen. · mah

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