51-Jähriger folgt auf Wolfgang Klee in der Altenpflege von Bethel im Norden

Neuer Verbundleiter: Mike Krüger

Vor dem Rohbau der neuen Wohnanlage in Freistatt ist Platz für ein Foto mit der aktuell gebotenen Distanz (von links): Stefanie Schwinge-Fahlberg, Mike Krüger und Altenhilfe-Bereichsleiterin Ulrike Fahlberg.  
Foto: S. Wendt
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Vor dem Rohbau der neuen Wohnanlage in Freistatt ist Platz für ein Foto mit der aktuell gebotenen Distanz (von links): Stefanie Schwinge-Fahlberg, Mike Krüger und Altenhilfe-Bereichsleiterin Ulrike Fahlberg. Foto: S. Wendt
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Freistatt – Es sei eine „superspannende Aufgabe“, die Standorte böten Perspektive – findet Mike Krüger. Der 51-Jährige folgt als Verbundleiter für Heimstatt und Kirchdorf auf Wolfgang Klee, der bisher für den Altenhilfebereich von Bethel im Norden verantwortlich zeichnete. Und der sich, aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus, zunächst leise in den Ruhestand verabschiedete. Für Mike Krüger, zuletzt Leiter der Bethel-Altenhilfe-Einrichtung in Bremen, bietet sich mit dem Wechsel nach Freistatt und Kirchdorf ein breiter aufgestelltes Repertoire in Sachen Altenpflege: vom ambulanten Dienst über stationäre Angebote bis zu betreutem Wohnen.

Neu: Ambulanter Dienst ab kommendem Jahr

Moment mal, ambulanter Dienst – der wäre neu. Das bestätigt Geschäftsführerin Stefanie Schwinge-Fahlberg. Vorbereitet werde ein Beginn zum 1. Januar 2021. Das geht einher mit der Fertigstellung der Wohnanlage, die aktuell, wie berichtet, in Freistatt neu gebaut wird. Das geplante Richtfest musste coronabedingt ausfallen, die Arbeiten laufen jedoch weiter. Gebaut werden 21 Einzel-Appartements für Menschen, die einen Pflegegrad haben. Das Betreute Wohnen ist nicht nur neu in Freistatt, sondern auch für Krüger als Leiter.

Das Pflegezentrum Kirchdorfer Heide begeistert ihn bereits: „Das wird ja toll angenommen von der Bevölkerung.“ Auch in der schwierigen Zeit der Besuchersperre gab es Wege für ein Treffen auf Distanz: „Wir haben einen Zaun aufgebaut und auf jede Seite einen Strandkorb gestellt. So konnten sich Bewohner und Besucher sehen, aber auch den notwendigen Abstand halten.“

Bei der Organisation der Betreuung der Kinder der Mitarbeiter habe es keinerlei Probleme gegeben, das hätten alle selbst arrangiert, zeigt sich Mike Krüger beeindruckt von diesem Engagement.

Fachmann Krüger kennt Bestimmungen und Vorgaben bis ins Detail. Und erkennt sofort die Lücken, die sich auftun zum Nachteil der Menschen, die er und sein Team betreuen. Etwa für jene ohne Pflegeversicherung, die bisher keinen Anspruch auf Betreuungsleistungen hatten – aber Bedarf. Unterschiede resultieren dann auch im Personalschlüssel. Änderungen seien, sagt Krüger, ab 1. Juli vorgegeben.

Der Standort in Heimstatt

Was passiert am Altenhilfe-Standort Heimstatt? „Der bietet einen Ort für Menschen, die sonst nicht ,kompatibel‘ sind“, erklärt Schwinge-Fahlberg zu dem etwas abseits gelegenen Standort. Bereichsleiterin Ulrike Fahlberg ergänzt: „Menschen, die im sozialen Setting nicht behandelbar sind.“ Mike Krüger erklärt: „Wir betreuen hier psychisch kranke Menschen, die eine andere Unterbringung benötigen. Im Schwerpunkt sind es Männer, mit Suchthintergrund, mit Obdachlosengeschichte. Benötigt werden für deren Betreuung Mitarbeiter, die eine andere Toleranzschwelle haben.“ Es gebe hier ein „super Mitarbeiter-Team“. Den Bewohnern werde eine Tagesstruktur gegeben und Raum für selbst bestimmtes Leben.

Am Beispiel Heimstatt wird deutlich, dass die Mitglieder der Geschäftsführung geschmiedete Pläne mittendrin auch mal ändern müssen. Dann nämlich, wenn sich die Klientel ändert. Der Standort war, auf lange Sicht, wohl nicht mehr für die Altenpflege eingeplant. Die Abgeschiedenheit aber passt für eine andere Klientel: Unisono stellen Krüger, Schwinge-Fahlberg und Fahlberg fest, dass sich die Zahl der psychisch kranken Menschen erhöht habe. Dass Bedarf für passgenaue Unterbringung da sei – aber eben jene Unterbringungsoptionen nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.

Dass mit Mike Krüger ein qualifizierter Nachfolger für Klee in den Reihen des eignen Unternehmens gefunden werden konnte, freut alle Beteiligten. Mike Krüger gehört seit 2017 bereits zum Unternehmen Bethel im Norden. Gebürtig stammt Krüger aus dem Schaumburger Land und ist über Stationen dort, in Nienburg und Bremen nun in Freistatt und Kirchdorf beruflich heimisch.

Familie bleibt zunächst in Bremervörde

Mit seinem Vorgänger verbinde ihn eine fachliche wie private Freundschaft. Er habe auch die Wohnung von Wolfgang Klee in Barenburg übernommen, habe bereits das dort (noch) schwache Internet kritisiert – immerhin ist der Kontakt zur Familie in der Woche beschränkt: Ehefrau und beide Kinder wohnen weiterhin in Bremervörde. Dass sich das ändert, wenn es die schulische Situation der Kinder erlaubt, will Krüger nicht ausschließen. „Ich fühle mich wohl hier und die Kollegen haben mich gut empfangen.“

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