Kinderstube „Gänseblümchen“ des Vereins zur Förderung der Waldorfpädagogik im Eurythmiesaal untergebracht

Neubau wegen baulicher Mängel gestoppt

Die Kinderstube ist zurzeit notgedrungen im Eurythmiesaal untergebracht. Auf dem kleinen Bild der Neubau.

Diepholz - (up) · Für den Waldorfkindergarten Diepholz ist das der Super-GAU: Der Neubau der „Kinderstube“ (Krippe) musste wegen gravierender baulicher Mängel, wie es von verantwortlicher Seite heißt, gestoppt werden.

Ursprünglich wollte der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Diepholz schon am 1. August das neue Gebäude beziehen, das sich – wie gewünscht – harmonisch an das Kindergartengebäude anfügt. Der Bau ging zügig „über die Bühne“, bis die Mängel bemerkt wurden. Nun sieht es so aus, als müsse die bereits fertige Dachkonstruktion komplett erneuert werden.

Die Dachplatten und die Dämmung sind inzwischen entfernt worden und die Balken liegen frei. Ein Sanierungskonzept ist erstellt worden; nur die Gutachter müssen noch zu Ende arbeiten, um die Haftung für diese Fehler zu klären.

Dennoch haben die Verantwortlichen mit dem Betrieb der Kinderstube begonnen. Die beiden Erzieherinnen sind mit den zehn Kindern zwischen einem und drei Jahren einfach in den im Kindergarten befindlichen Eurythmiesaal gezogen. Das aber, betonten sie, könne nur eine Übergangslösung sein, zumal auch die Toiletten mit genutzt werden müssten.

Die Kinder fühlen sich in dem Saal auf jeden Fall durchweg wohl, das war gestern deutlich zu sehen. Gemeinsam mit den Erzieherinnen um Kinderstuben-Leiterin Sandra Mangels sangen sie um die Mittagszeit ein Lied und übten ein Singspiel, ehe sie mit großem Appetit die im Ofen gebackenen „Hirselinchen“ mit Gemüse aßen. „Das mögen alle immer am liebsten“, erzählt Sandra Mangels, aber auch die übrigen Mahlzeiten, die eine Tagesmütter zubereitet, würden gerne gegessen. Während die meisten Kinder bis um 13 Uhr von ihren Eltern wieder abgeholt werden, bleiben drei noch bei den „Gänseblümchen“, legen sich zum Mittagsschlaf hin und kehren bis um 15.30 Uhr nach Hause zurück.

Zwischen halb acht und halb neuen werden die Kinder zumeist von ihren Müttern in die Kinderstube gebracht, wo die Erzieherinnen zunächst im Beisein der Kinder die Brote für das gemeinsame Frühstück schmieren. Es folgt die ausgiebige Spiel- und Pflegezeit, in der die Mädchen und Jungen unter anderem gewickelt werden.

Die vom Land Niedersachsen für den Neubau gezahlten Fördermittel, das lässt sich schon jetzt klar sagen, werden angesichts der jetzt noch zusätzlich anfallenden Kosten bei weitem nicht ausreichen, außerdem sind die eigenen Rücklagen erschöpft. Mitarbeiterinnen, Eltern und Vorstandsmitglieder haben inzwischen in vielen Stunden zusätzlicher Eigenleistung die Wände lasiert, Fliesenbordüre gelegt und Bretter gestrichen. Dennoch ist der Verein weiter auf Hilfe und Unterstützung angewiesen, um den Kinderstubenneubau „Gänseblümchen“ noch zu einem guten Ende bringen zu können. Wer etwas spenden möchte, kann das an den Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik, Volksbank Diepholz-Barnstorf, Kto. 17 406 800, BLZ 250 695 03.

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